Diskussionsforum

Forum - Allgemein - Wer sind wir?

Unter Sucht versteht man umgangssprachlich die Abhängigkeit von einer Substanz oder einem Verhalten, über das der Betroffene keine Selbstkontrolle mehr hat.
Wer harte Drogen nimmt, dem wird möglicherweise ein echtes Problem bescheinigt, uneingedenk der Tatsache, daß jemand, der nicht an der Nadel hängt und daher warnend den Finger hebt, den Thrill, die Kicks, die so ein Schuß beim Abhängigen auslöst, je kaum wird nachvollziehen können.
Eltern und Jugendämter schauen aber auch besorgt auf junge Leute, die ihre Finger und Augen nicht von X-Box, i-Phone oder Internet lassen können und dabei Schule und Sportverein vernachlässigen.
Die spannende Frage, wo die Sucht anfängt bzw. was noch als tolerabel und ‚gesund’ durchgeht, bewegt die Gemüter.
Die Schweizer sind ein solides Völkchen, geerdet und lebensklug.
Vielleicht einer der Gründe, warum sie sich per Volksabstimmung gegen die Legalisierung von Cannabis ausgesprochen haben.
Der praktisch veranlagte Schweizer fragt, warum sich an einem ursprünglich aus China stammenden Gewächs berauschen, wenn der heimische Obstbrand dich noch gründlicher aus den Finken hauen kann.
Die Internet-Veranstaltung „hitparade.ch“ aus der schönen Schweiz, mit ihren Berggeissen und Alphörnern ist zweifellos ein Segen.
Wann immer ich Fragen zur zeitgenössischen Unterhaltungsmusik habe, bediene ich mich mit Erfolg und großer Zufriedenheit dieses sprudelnden Quells musikalischer Information. Und ich kann nur all denen aufs tiefste danken, die durch ihr fleissiges und hingebundsvolles Wirken am Fortbestand dieser noch nicht sehr alten schweizer Institution beteiligt sind.
Ich habe mich sogar schon gefragt, ob allMusic.com nicht irgendwann schnöde abschmieren wird, weil es die Schweizer einfach besser machen und in ihrer Unterhaltungsabteilung zudem noch teilweise kurzweiligen Boulevard mitliefern ...
Was mir beim Durchblättern meiner Lieblings-Musik-Website jedoch immer wieder auffällt, auch weil ich mich selbst schon so manches mal im Sog ihres bunten Angebotes verloren habe, ist, daß bei den Posts bestimmte Namen immer wieder auftauchen. Sei es in Reviews zu Musik, Film und Literatur oder in Wortbeiträgen zu den unterschiedlichsten Themen des Lebens.
Für die Unterrichtsvorbereitung zum Thema: ‚Was bedeutet das Internet für unser Leben’ habe ich mir unter anderem auch hitparade.ch einmal näher angeschaut und auch ein wenig mit den dort verfügbaren Zahlen gespielt.
Ausgehend von einem 300 Tage Jahr komme ich allein bei den Reviews anhand best. Zeitannahmen fürs Hören und Sehen und das anschließende Posten (6’) bzw (120’), auf interessante Ergebnisse.
Der Spitzenreiter, ein junger Mann mit dem Pseudonym ‚die Niete’ hat während der Dauer seines Mittuns bei hitparade.ch (Stichtag 03.11.17)
im Durchschnitt 5,8 h/Tag auf der schweizer Website verbracht.
Sein Rivale, ein Zeitgenosse namens San Dwichman bringt es auf 5,4 h/Tag. Auf Platz drei und vier rangieren Goldmember und ein Herr aus dem eisenverarbeitenden Gewerbe namens WoodMac mit 4,6 h/Tag.
Mein herzallerliebster Lieblingsfernschwarm, von Berufs wegen Denkawetsch, Denkahiasl oda Linkadatz liegt mit 3,12 h/Tag abgeschlagen dahinter. Und die erste Dame hinter dem starken männlichen Hauptfeld, ein Weibsbild mit einem Hang zum thailändischen Phuket kommt lediglich auf 1,35 h/Tag, was man verstehen kann, da es im Haushalt ja immer viel zu tun gibt.
Die zahlreichen Schriftbeiträge der hier Erwähnten wurden nicht berücksichtigt, da ein Durchforsten der unterschiedlichen Foren zu zeitaufwendig gewesen wäre. Dies wurde aufgewogen mit dem
naheliegenden Einwand, daß vieles, was man gehört und gesehen hat, auch sozusagen aus dem Gedächtnis reviewt werden kann.
Selbstverständlich könnte man auch sagen, ich hör gern Musik und zieh mir öfters mal einen Film rein; was hat das mit dieser schweizer Plattform zu tun. Die Interaktion und sogar offensichtliche Konkurrenz zwischen den hier Beteiligten legt aber nahe, einen Zusammenhang nicht auszuschließen.
Und das führt auch zu einem weiteren interessanten Aspekt der am Forum Beteiligten. Sie tauschen sich nicht nur über Musik u Film aus; es sieht so aus, als gäbe es zwischen den Mitgliedern Beziehungen wie in einer realen sozialen Gruppe, mit allem was dazu gehört. Mit Freundschaften und Animositäten, mit alten Recken und Junggemüse, mit solchen die sich selbstbewußt als dazugehörig betrachten und solchen die dazugehören möchten, mit Ansagern und Echos. Es wird gemocht und gehasst, gelobt und gemobbt oder gelästert, bewundert und geringgeschätzt.
Die ganze Bandbreite menschlicher Zu- und Abwendungen ist anzutreffen.
Ein sozialer Kosmos für sich.
Wie groß ist das Freizeitbudget eines berufstätigen Menschen? Mit Arbeiten, Arbeitsweg plus Einkaufen, Essen, Schlafen u Zähneputzen bleiben uns im Durchschnitt vielleicht noch so um die plus minus sechs Stunden.
Es scheint mir schon bemerkenswert, daß manche einen erheblichen Teil dieser frei gestaltbaren Zeit der schweizer Webveranstaltung hier widmen.
Sei es, weil die anderen Teilnehmer ihre Bezugsgruppe sind oder weil sie vielleicht aus den Augen verloren haben, was es draußen in der Welt sonst noch so zu bestaunen oder zu erleben gibt, außer sich dem ausufernden Genuß eines exquisiten schweizer Obstbrandes hinzugeben.
Zuletzt editiert:
Ich möchte Dir ja nix, Hilly, aber Deine Buchstabensuppe ist so 2004
- von manchen Details wie iPhone mal ausgenommen.

;-)


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