INTERVIEW MIT THE RAVENERS



Ravenous heisst übersetzt heisshungrig. Heiss ist diese seit Oktober '07 bestehende Band, wessen ersten Radiosingle „You Gotta Swing“ dank der Plattform MX3 auf DRS3, Couleur 3 und diversen weiteren Radiostationen rauf und runter gespielt wurde. Ihre CD ist seit einigen Wochen im Handel und war sogar 2 Wochen in den Charts. Wir haben Sängerin Jessy Howe mit Chris Muzik zum Interview getroffen.

hitparade.ch: Für die breite Masse seid ihr wie aus dem Nichts aufgetaucht und jetzt seid ihr schon DRS3-Lieblinge und in den Charts. Das freut euch sicher, dass es so schnell geht?
Chris: So schnell ging das gar nicht. Wir haben vor 10 Jahren angefangen, Musik zu machen. Vor fünf Jahren haben wir dann aber damit begonnen, richtig konzentriert Musik zu machen. Als sie ausgezogen ist, hat es plötzlich geklappt. Vorher haben wir es immer vor uns hergeschoben, aber nach der Trennung 2004 hat es richtig gefruchtet mit dem Songwriting. Die Band gibt es seit zwei Jahren unter diesem Jahren, aber wir sind – wie gesagt – schon seit 5 Jahren dabei.

hitparade.ch: Sind die zwei Jahre für euch schnell vorbeigegangen?
Chris: Das waren sicherlich zwei intensive Jahre. Dass auf mx3 dann unser Song „You Gotta Swing“ gespielt wurde, hat uns angetrieben, ein Album auf die Beine zu stellen. Nein, es ging eigentlich nicht so schnell, wie gesagt, wir hatten noch ein Album vor uns. Es waren zwei lange Jahre. Für das nächste Album dürften wir dann aber nicht so viel Zeit haben.

hitparade.ch: Ihr benutzt viele Jazz- und Swingelemente. Warum?
Chris: Ihre Stimme hat mich inspiriert. R’n’B, Billie Holiday, das passt. Wir nennen es Swingrock. Dieser Stil hat sich aber so ergeben, es ist nicht so, dass wir unbedingt etwas Neues machen wollten.

hitparade.ch: Ihr scheint aber voll ins Schwarze getroffen zu haben.
Chris: Ja, „You Gotta Swing“ verrät den Stil ja schon.
Jessy: Nach DRS3 hat dann auch Zürisee mitgemacht und „You Gotta Swing“ gespielt, dann Radio 105, dann Basel 1.

hitparade.ch: Die sind auf euch zugekommen?
Jessy: Nein, ich habe viele Dinger verschickt. Ja, es isch scho e Büetz! Aber es ist gut angekommen und das hat uns darin gestärkt, diesen Weg weiterzugehen. Man weiss ja nie, wie das in der Schweiz ankommt, in einem Land, in dem viel Mundart gesungen wird und wenn nicht, dann halt – meines Erachtens – viel aus dem Ausland kopiert wird. Unsere Musik ist eigenständiger.

hitparade.ch: Man hört auch Bläser in euren Stücken, sie sind aber nirgends aufgelistet…
Chris: …das sind Soundsamples. Das dürfte aber auch nur bei zwei Songs der Fall sein. Geht aber auch ohne…

hitparade.ch: …live zum Beispiel?
Chris: Genau, wir haben es auch schon live ganz spontan ohne diese Samples gespielt. Jetzt aber haben wir auf der Bühne einen sechsten Musiker an Board, der für die zusätzlichen Sounds zuständig ist. Aber die Grundelemente sind und bleiben Gitarre, Bass, Schlagzeug, Orgel und Gesang.

hitparade.ch: Habt ihr mehr Konzertanfragen, seit eure Songs in den Radios gespielt werden und in den Charts sind?
Chris: Ja, es kommen laufend Gigs rein. Wir müssen uns aber achten, dass wir das auch auf der Homepage immer schön nachtragen.

hitparade.ch: Die Platte ist 40 Minuten lang. Wie lang spielt ihr dann live? Wie füllt ihr den Abend?
Chris: Wir haben kürzlich im Alpenrock gespielt. Das ging eine runde Stunde. Bald aber müssen wir 70 Minuten spielen. Mal schauen, wie wir das hinkriegen. Im Alpenrock haben wir zwei Covers in die Länge gezogen. „Hit The Road Jack“ bietet sich da dann halt auch an. Ist aber eine gute Frage. Ja, wir haben nur ein Album und trotzdem ist eine Dreiviertelstunde natürlich zu wenig für ein Konzert. Soli verlängern…
Jessy: Den Leuten gefällt das, wenn sie am tanzen sind. Go with the flow.
Chris: Viele Bands haben einen Computer, der mitläuft, auf dem zum Beispiel die Perkussion drauf ist. Wir können die Songs aber locker strecken und sind nicht vom Computer abhängig.

hitparade.ch: Ihr habt keine Songs, die es nicht auf das Album geschafft haben, welche ihr aber live dennoch bringen könnt?
Chris: Doch, das haben wir. Vielleicht kommen die auf das nächste Album. Aber live spielen wir die Songs des aktuellen Albums. Wer weiss, vielleicht nehmen wir ende Jahr einige neue rein.

hitparade.ch: Wie sieht der Entstehungsprozess eines Albums aus?
Chris: Die Radios haben „You Gotta Swing“ laufen lassen und wir dachten: Hey, vielleicht interessiert sich auch eine Plattenfirma dafür. Aber der Entscheid, ein Album machen zu wollen, stand eigentlich schon. Aber wir wussten dann, es ist Interesse da.

hitparade.ch: Habt ihr bei der Komposition von „You Gotta Swing“ schon daran gedacht, dass es ein Hit werden könne?
Chris: Nein, jeder hatte seinen eigenen Favoriten. DRS3 hat sich dann für „You Gotta Swing“ entschieden.

hitparade.ch: Den Song kennt man dank z.B. myspace ja auch in anderen Ländern. Wie ist das Feedback aus dem Ausland?
Chris: Ich habe eher Feedback zu „Boy You Wanna“. Lief der nicht mehr?

hitparade.ch: Mittlerweile schon.
Jessy: Ja, zu dem habe ich mehr Feedback gekriegt. Den Welschen und Franzosen gefällt es.
Chris: Auch den Deutschen.
Jessy: Wir singen englisch. Also müssen wir so zwangsläufig auch im Ausland unser Glück probieren.

hitparade.ch: Eure Beziehungen, die ihr seit Jahren aufgebaut habt, konntet ihr offenbar auch schon genügend spielen lassen, ihr habt ja bereits einen Plattenvertrag bei einem grossen Label.
Jessy: Das war nicht einfach. Jahrelang hat sich niemand interessiert! Viele Plattenfirmen haben meine Demos gehört und gesagt: Das wird nichts, mit dem erreichst du nicht viel. Doch, sagte ich.
Chris: Andere Labels sind halt beschäftigt mit aktuellen Acts, MusicStar, etc. Die hatten gar kein freies Ohr für uns.
Jessy: Am schönsten war der Erfolg bei den Radios.

hitparade.ch: Was hättet ihr gemacht, wenn „You Gotta Swing“ nicht eingeschlagen hätte?
Jessy: Wir wollten das Album so oder so fertig machen. Aber mit dem Erfolg von „You Gotta Swing“ hatten wir Druck, das war gut.

hitparade.ch: Wo seht ihr euch in zwei Jahren?
Chris: Dann werden wir die zweite Platte promoten – ich hoffe es!
Jessy: Wir werden in den Single-Charts in der Schweiz, in Deutschland und in Frankreich sein. Es wäre toll, wenn wir von der Musik leben könnten.

hitparade.ch: Danke für das Interview. Kennt ihr die Top-10 der Schweizer Hitparade?
Chris: Ich kenne keinen einzigen Song. Ich muss mein Radio flicken.

Black Eyed Peas – I Gotta Feeling
Jessy: Die waren früher besser. Voll flach… Sie sieht scharf aus, aber ja.

Agnes – Release Me
Jessy: Schöne Stimme! Der Song ist lustig.

Gossip – Heavy Cross
Jessy: Sie hat eine tolle Stimme. Dieser Song hebt sich vom Rest ab. Guter Europop. Den jungen Leuten gefällt es.


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