INTERVIEW MIT QUEENSBERRY



Queensberry, Deutschlands heissester Casting-Export, sind zurück und präsentieren ihr zweites Album "On My Own". Wir haben die vier Mädels zum Interview getroffen und mit ihnen Bilanz gezogen über ihre ersten zehn Monate als Popstars.

hitparade.ch: Ihr habt die mittlerweile siebte Popstars-Staffel als Siegerinnen verlassen können. Seid ihr vor eurer eigenen Teilnahme Fans eines solchen Formates gewesen?
Gaby: Total, also mir war schon immer klar, dass wenn ich mal zu einer Casting-Show gehe, was für mich früher unvorstellbar war, dann zu "Popstars". Das fand ich ganz toll, denn da kann man gleichzeitig singen und tanzen, lernt Mädchen und Jungs kennen. Das fand ich total toll. Ich wollte nie zu den Solo-Artist-Shows gehen.
Antonella: Wir waren ganz grosse Fans von den Staffeln mit den No Angels und mit Bro'sis.
Gaby: Ich habe die Monrose-Staffel mit Leo verfolgt und fand Leo ganz toll.
Leo: Ich war schon mal dabei vor dreieinhalb Jahren. Damals bin ich eher durch Zufall hingeraten und bin einmal Popstars durchgegangen, danach wollte ich nie wieder zu einer Casting-Show, nicht weil es nicht gut war, es war eine tolle Erfahrung. Ich habe aber gedacht, dass man, wenn man es einmal nicht schafft, es nie schaffen kann. Durch Zufall bin ich nochmals hingegangen.

hitparade.ch: Bekommt ihr auch was von der aktuellen Staffel mit?
Vicky: Es ist schwierig, weil wir wegen unserer neuen Single und unserem neuen Album wirklich sehr viel zu tun haben. Aber wenn, dann gucken wir uns das an, man kann das ja auch nachher im Internet gucken.
Gaby: Manchmal wenn wir am Sonntag Abend von irgendwo zurückkommen und noch gar nicht müde sind, machen wir Vickys PC an und schauen uns die Popstars-Staffel nochmals an und gucken, was unsere Nachfolger zu bieten haben und wie es unseren "Geschwistern" so geht.
Leo: Wir waren auch bei ihnen in Las Vegas haben unsere neue Single "Hello" präsentiert. Das war ganz toll. Es ist schön zu sehen, dass nach uns was kommt. Wir sind ganz gespannt, wer gewinnt, das sind alles ganz liebe und wir freuen uns schon aufs Finale.
Antonella: Und wir werden die mit offenen Armen im Showgeschäft willkommen heissen und ihnen helfen, wie wir können, und ganz viele Tipps weitergeben.

hitparade.ch: Viele behaupten natürlich, man werde bei einer Castingband in ein Schema gepresst und müsse sich für den Erfolg verbiegen. Wie steht ihr dazu?
Antonella: Das hören wir oft und das ist schade. Vielleicht war das früher bei anderen Bands so. Auf jeden Fall ist es bei uns nicht so. Wir können uns extrem mit einbringen, gerade fürs zweite Album durften wir alle Songs selber aussuchen. Dass wir da Einfluss haben, ist wirklich nicht selbstverständlich, da sind wir ganz dankbar dafür.

hitparade.ch: Für die Teilnahme ist ein Mindestalter von 16 Jahren erforderlich. Ist diese Grenzziehung eurer Meinung nach angemessen oder müsste diese nach oben bzw. unten korrigiert werden?
Gaby: Finde ich sehr gut. Natürlich haben viele Leute schon viel jünger Talent. Das sieht man an der JoJo, die war 13 und hatte einen grossen Hit. An den Disney-Stars sieht man, wie schnell das auch schief gehen kann. Dann wird man vielleicht von den Eltern dazu getrimmt. Mit 16 kann man selbst seine Unterschrift darunter setzen, selbst entscheiden, was man tut und was man sagt und ist reif genug. Ich finde das sehr gut so.
Antonella: Nicht jünger auf jeden Fall. Wir können jetzt sagen, wir haben es gut gepackt, aber da waren doch einige dabei, die mit 16 noch nicht so reif waren, richtige Küken halt. Vielleicht sollte man es auf 18 erhöhen, denn dann ist man auch volljährig. Aber bei uns zwei, die mit 16 mitgemacht haben, da hat es nicht geschadet.
Vicky: Natürlich nimmt man Dinge mit 16 anders war als wenn man noch jünger ist. Dass Leute mit 13 oder sogar 12 wie bei "Star Search" diesem Druck ausgesetzt sind, finde ich ziemlich krass.
Gaby: Nur schon mit der Schule, wie soll man das hinkriegen?

hitparade.ch: Euer Aufstieg verlief kometenhaft. Ging euch alles im Nachhinein gesehen zu schnell?
Antonella: Bei uns kann es gar nicht schnell genug gehen (lacht)
Leo: Wir sind total glücklich, was wir innerhalb noch nicht mal eines Jahres erreichen konnten: Wir waren mit den Pussycat Dolls und Lady GaGa auf Tour. Unser erstes Album hat Gold gemacht, dann hatten wir mit "Too Young" einen Sommerhit und waren auf grosser Sommertournee. Jetzt unser zweites Album "On My Own" und wir haben unseren Plattenvertrag in den USA unterschrieben. Im Moment erfüllen sich für uns täglich so viele Träume und wir können es eigentlich gar nicht glauben, weil im Moment was richtig Grosses und Tolles passiert. Wir mussten uns ja trotzdem durchkämpfen. Am Anfang gab es auch schlechte Zeiten, wo viele Leute nicht daran geglaubt haben, dass wir es schaffen würden. Wir haben trotzdem gekämpft
Antonella: Gerade die Zeit vor "Too Young" war spannungsgeladen, denn mit "Too Young" mussten wir uns beweisen und haben es mit unserem tollen Team zum Glück hingekriegt. Da sind wir echt dankbar dafür. Jetzt entwickelt sich "Hello" zu einem Hit, und da sind wir auch ganz froh, dass wir nachziehen können.

hitparade.ch: Das ist ja gerade das Schwierige, dass man nachziehen kann.
Gaby: Ich würde sagen, dass es bei uns gar nicht mal das Problem ist. Denn bei unserem zweiten Album sind wir voll und ganz wir selbst. Natürlich haben wir auch beim ersten Album selber gesungen (lacht), aber da waren wir ganz frisch im Geschäft und alles musste ganz schnell gehen. Jetzt haben wir uns mit dem Thema auseinandergesetzt, haben uns sehr viele Songs aus einem grossen Pool angehört, haben einen tollen A&R, der uns sehr viel Mitspracherecht gegeben hat. Wir haben echt ein ganz tolles Album zusammengestellt, was ganz schön ist und freuen uns, wenn es die Leute genauso berührt wie uns, weil wir da echt viel Liebe hineingesteckt und viele persönliche Geschichten darin verarbeitet haben.

hitparade.ch: Und ihr habt keine Angst, dass ihr vielleicht weniger Erfolg haben werdet?
Antonella: Ich habe keine Angst, denn an uns und unserem Team kann es nicht scheitern. Und die Fans haben uns auch schon versprochen, dass sie alles geben werden, um uns zu unterstützen. Das nehmen wir ihnen auch voll ab. Wir vertrauen allen Fans und glauben, dass es aufgehen wird.
Gaby: Wir sind auch ein bisschen vielseitiger geworden. Wir haben mit anderen Songschemen gearbeitet, mit anderen Beats, anderen Klängen, um unser Territorium etwas zu erweitern. Reggae, Disco, Trance - bei uns ist vieles drin, das man nicht erwarten würde. Trotzdem ist es natürlich weiterhin Pop-Musik, doch vielleicht können wir mit diesen leichten Änderungen Leute an Bord holen, die bisher noch nicht Queensberry gehört haben.

hitparade.ch: Im Vergleich zu anderen Castingbands war eure erste Singleveröffentlichung nicht die erfolgreichste. Woran denkt ihr liegt das?
Antonella: Wir möchten uns mit jeder nochmals steigern.
Leo: ich glaube, es ist so rum gut. Denn wir möchten ja langfristig erfolgreich sein. Wir möchten eine Band sein, die es auch in fünf Jahren noch gibt, weil wir uns nichts anderes vorstellen können, als gemeinsam auf der Bühne zu stehen. Wir hoffen, dass diese stetige Steigerung, die mit der ersten Single begann, weiter geht und wir immer mehr Fans dazu gewinnen und immer mehr Leute mit unserer Musik erreichen.

hitparade.ch: Wie würdet ihr eure Beziehung beschreiben abseits der musikalischen Kollegialität?
Antonella: Obwohl es eine geschäftliche Beziehung ist, haben wir beste Freundschaften gefunden.
Vicky: Ich würde es sogar als Schwesternliebe bezeichnen. Am Anfang war es noch schwieriger, weil wir unterschiedliche Charaktere sind und einander noch nicht so gut kannten. Mit Gaby hatte ich anfangs nichts so viel zu tun. Jetzt kann ich nicht mehr ohne die Mädels leben. Wenn ich zu Hause bin, geniesse ich natürlich die Zeit mit der Familie, aber es ist dann so ruhig und ich spüre, dass mir was fehlt.
Antonella: Man gewöhnt sich so extrem an die Mädels. Es ist echt krass, dass einem Leute, die einem vor einem Jahr noch total fremd waren, jetzt so nahe kommen können, als ob du sie schon ewig kennst. Das ist eine wirklich coole Erfahrung.

hitparade.ch: Die Lead-Single des neuen Albums ist eine Coverversion des Shakespeare-Sisters-Klassiker "Hello (Turn Your Radio On)". Warum ist die Wahl auf diesen Song gefallen?
Leo: Es war ganz lustig: wir haben den Song im Tourbus gehört. Im Tourbus haben wir immer viel Zeit zum Reden und wir hören uns viel Musik an. Diese Zeile "Is there anybody out there?" hat uns persönlich total angesprochen. Wir haben über den Song geredet und nachgedacht. Er hat uns sehr berührt, da haben wir uns überlegt, ob wir nicht einfach mal einen Song covern könnten. Die Neuaufnahme hat uns so gefallen, dass wir sie als Single rausbringen wollten. Die Message ist stark: viele Leute vergessen im Alltagsstress, dass es auch positive Dinge im Leben gibt. Sehr viele Leute fokussieren sich aufs Negative. Wir möchten mit dem Lied einfach sagen: "Hey, das Leben ist wunderschön, auch wenn es schlechte Zeiten und schlimme Sachen in der Welt gibt. Das Leben ist trotz Rückschlägen sehr schön und man sollte jeden Tag nutzen."
Antonella: Wir haben das Lied drei Mal aufgenommen, bis es uns richtig überzeugt hat. Unser Produzent hat da alles aus uns rausgeholt.
Gaby: Und wir haben das Lied im Dunkeln aufgenommen, um die Message richtig zu fühlen.

hitparade.ch: Das erste Album entstand ja in vier Formationen, weil das letzte Mitglied noch nicht bestimmt war. Dieses Mal gibt es naheliegenderweise nur eine Version. Wie hat sich das Produktionsverfahren sonst geändert?
Leo: Entscheidend war der unterschiedliche Zeitfaktor. Das erste Album musste ganz schnell gehen. Die Produktion fiel in die gleiche Zeit, in der auch noch die TV-Serie lief.
Antonella: Da waren die Finalistinnen ganz stark unter Druck - das hat jede gespürt.
Gaby: Es herrschte natürlich gewissermassen auch ein Konkurrenzkampf unter den Finalistinnen. Ich glaube, Antonella war sehr angespannt bei den Aufnahmen. Denn man nimmt da ein Album auf mit der Möglichkeit im Hinterkopf, dass es einem dann nachher wieder weggenommen wird. Dann gibt man sich natürlich besonders Mühe, ist aber auch unter besonderem Druck. Dieses Mal waren wir sehr entspannt bei der Sache, haben und gegenseitig geholfen und uns mit den Produzenten hingesetzt, um gemeinsam etwas aufzubauen. Wir wollten alle vier, dass das richtig was Grosses wird.
Leo: Wir haben mit Gesangslehrern gearbeitet und mit neuen internationalen Produzenten, die für die Hits von Katy Perry, Lady GaGa und Leona Lewis verantwortlich sind. So konnten wir uns enorm weiterentwickeln. Im kreativen Prozess haben wir viel mehr mitgearbeitet, die Songs und das Album-Cover ausgesucht und darauf geachtet, dass wir über Themen singen, die uns berühren. All das war beim ersten Album nicht möglich.

hitparade.ch: Wie geht es musikalisch weiter?
Antonella: Unser grosses Ziel ist eine Live-Tour, unsere eigene Queensberry-Tour.
Gaby: Queensberry on Tour - diese Plakate wollen wir überall sehen. Dafür machen wir grad ganz viel Brainstorming, sammeln unsere Gedanken für Kostüme, Choreographie und Lichteffekte.
Antonella: In uns stecken so viele Ideen - die möchten wir endlich nach draussen versprühen.
Gaby: Wir explodieren! (lacht)
Leo: Wir sind richtig hungrig, wir möchten mehr und geben alles dafür, dass dieser Traum für uns weitergeht.

hitparade.ch: Dabei wünschen wir Euch viel Erfolg und danken Euch fürs Interview!


Linktipps:
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Offizielle Website

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