INTERVIEW MIT ALAIN CLARK

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Die exklusive Swiss Edition vom Album des holländischen Superstars Alain Clark "Colorblind" ist direkt auf Platz 24 der Schweizer Album-Charts eingestiegen. Wir haben ihn bei seinem Auftritt beim Pokert Social Media Event zum Interview getroffen.

hitparade.ch: Weil du dich musikalisch weiterentwickeln wolltest, hast du dich entschieden, dich von deiner alten Band zu trennen. Hast du mit deinem neusten Album "Colorblind" deine angestrebten Ziele erreicht?
Alain Clark: Ich kann nicht sagen, dass ich sie erreicht habe, denn die Entwicklungen laufen immer noch. Die Jungs, die ich momentan um mich habe, werden mir diese Fortschritte ermöglichen, das spüre ich. Wir inspirieren uns gegenseitig und werden zusammen bessere Musiker. Ich bin auf gutem Wege!

hitparade.ch: War es schwer, die alten Bandmitglieder gehen zu lassen?
Alain Clark: Ja, das war es. Es war sehr schwer! Viele davon begleiteten mich seit Beginn meiner Karriere, und wir pflegten ein freundschaftliches Verhältnis. Aber man sagt so schön "when things turn big, things change", dies habe ich mir zu Herzen genommen. Es war an der Zeit für Veränderungen! Ich glaube auch, dass die Trennung in einem respektvollen Rahmen gelungen ist, wir sind nach wie vor Freunde und jammen ab und zu zusammen.

hitparade.ch: Abgesehen von der Veränderung in der Band, gibt es Dinge die du zum Beispiel in der Album-Produktion anders gemacht hast?
Alain Clark: Es war mir wichtig, schrittweise vorwärts zu gehen. Darum habe ich zuerst mit der Auswahl der neuen Band angefangen. Mit Steve Gadd spielte ich eine inspirierende Session, darum war es für mich sofort klar, ihn zu fragen. Ausserdem war es an der Zeit, meine alten Helden anzurufen und sie für meine Band zu begeistern, was mir glücklicherweise gelang.

hitparade.ch: Das Musizieren mit deinem Vater hat dir immer sehr viel Spass bereitet. Wie hat dich dein eigener Sohn persönlich und musikalisch bereichert?
Alain Clark: In erster Linie machte er aus mir einen glücklicheren Mensch. Am liebsten sage ich, er sei der König meines Herzens. Aber genau genommen mache ich immer noch dasselbe wie vorher: Ich arbeite viel und mache Musik. Meine Gefühle sind jetzt einfach tiefer, weil ich weiss, dass mein Sohn da ist. Wenn alles schief geht, ich habe einen Sohn, den ich lieben kann, und das ist wunderbar!

hitparade.ch: Denkst du, dass dir dein Kind zusätzliche Möglichkeiten und Inspiration für deine Songtexte gibt?
Alain Clark: Bisher noch nicht, aber in Zukunft wird mein Sohn mich bestimmt viel inspirieren. Nur schon, weil ich mir seit seiner Geburt andere Gedanken mache, zum Beispiel reflektiere ich mich selbst viel mehr und betrachte die Welt anders.

hitparade.ch: Du erwähnst immer wieder, wie sehr du deinen Vater bewunderst. Was ist für dich das wichtigste, das du erreichen möchtest, damit dich dein Sohn auch einmal ähnlich bewundern kann?
Alain Clark: Das ist eine gute Frage. Das wichtigste für ein Kind ist es doch, einen Vater zu haben, der immer da ist, wenn man ihn braucht! Das gibt ein sicheres Gefühl, genauso wie ein offener und ehrlicher Umgang miteinander. Hoffentlich kann ich meinen Sohn einmal auf die gleiche Art inspirieren. Darüber denke ich viel nach, wenn ich weg von meiner Familie auf Tour bin. Ich bin überzeugt, mein Sohn möchte auch, dass ich meinen Träumen nachgehe, aber es ist mir wichtig Familie und Musik im Gleichgewicht zu halten.

hitparade.ch: Du kannst in deiner Heimat Holland grossen Erfolg verbuchen, bist aber auch in Grossbritannien und der Schweiz sehr beliebt. Warum denkst du, bist du hier so erfolgreich?
Alain Clark: Das weiss ich nicht. Und ehrlich gesagt, wenn ich es wüsste, würde ich es wahrscheinlich nicht verraten, das wäre ja dann so etwas ein Geheimrezept zum Erfolg!
Ich denke, der Release von "Father and Friend" half mir viel, weil der Song offenbar eine universelle Message verbreitet. Die Leute scheinen darauf anzusprechen, weil ich über Gefühle singe, die sie nachvollziehen können.

hitparade.ch: Auf deiner Website gibt e seine Sektion "Blogs by friends". Was ist die Idee dahinter und was planst du, dort zu veröffentlichen?
Alain Clark: Ich hoffe, mit dieser Rubrik können wir bald starten, auch wenn ich das jedes Mal sage… Die Idee ist es, einige Freunde auszuwählen, die ich bewundere, zum Beispiel andere Musiker, Maler, Fotografen oder einfach Leute, die ich auf der Strasse treffe. Ich will Ihnen einen eigenen Platz auf meiner Seite geben, damit meine Fans die Welt ein wenig durch meine Augen sehen können.

hitparade.ch: Hast du irgendwelche Rituale, die du vor einem Konzert durchführst?
Alain Clark: Nein, nicht wirklich. Ich versuche, mich so gut wie möglich zu entspannen. Wenn ich mit meiner Band spiele, dann möchte ich die letzten 15 Minuten vor der Show nur mit meiner Band verbringen. Alle Freunde, Freundinnen und andere Nicht-Bandmitglieder verlassen dann den Backstage-Raum, damit wir unter uns sind. Das ist wohl auch eine Art Ritual.

hitparade.ch: Wenn du dich für eine Alternativ-Karriere neben der Musik entscheiden müsstest, was würdest du tun?
Alain Clark: Ich denke, ich wäre Maler geworden oder etwas anderes Kreatives. Für etwas anderes, hätte ich wohl in der Schule besser aufpassen müssen. Pilot hätte mir auch gefallen, vor allem als Kind natürlich. Aber nach der Schule wusste ich bald, dass ich nur Musik machen wollte, habe mir aber vorgenommen den Flugschein zu machen. Damit bin ich momentan gerade beschäftigt.

hitparade.ch: Die Lyrics von "Corner Of My Street" lassen erahnen, woher der Titel deines Album "Colorblind" kommt. Gibt es dafür noch eine andere Bedeutung?
Alain Clark: Der Albumtitel stammt aus dem Lied, das stimmt. Ich singe auf sehr naive Weise davon, wie ich aus dem Fenster schaue und die Welt perfekt scheint. Die Leute sind entspannt, Fremde grüssen sich auf der Strasse und das Leben verläuft total friedlich. Alle sind sozusagen "farbenblind", sie sehen keine Unterschiede in den Hautfarben, den politischen Einstellungen und Interessen. Wenn ich dann aber den Fernseher einschalte, sieht die Welt anders aus. Klar es ist blauäugig, sich zu fragen, warum kann es nicht überall so friedlich wie bei mir um die Ecke sein kann. Trotzdem denke ich oft, dass es schön wäre, wenn einfach alle das gleiche sehen würden.
Interview durchgeführt: Kurt Kovac
Redaktion: Yvonne Zgraggen


Linktipps:
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