INTERVIEW MIT SINA



Sina bleibt Sina, dabei entwickelt sie sich stetig. Selten hat man das zwischen zwei Alben so gut gemerkt wie dieses Mal. Neue Töne, neue Band und neue, wundervolle Songs. Was bleibt, sind die Qualität, der Dialekt, die Leidenschaft in den Songs und die langen, angenehmen und auch meist lustigen, aber garantiert immer lustvollen Talks, die man mit ihr führen kann. Fragen hatte ich am Ende noch einige übrig, Antworten gabs aber dennoch mehr als genug…

hitparade.ch: Wenn ich etwas Neues höre und mich auf Interviews vorbereite, dann hab ich so meine Eigenarten, wie ich da ran gehe. Und mir ist aufgefallen, du lachst zum ersten Mal auf einem Cover.
Sina: Meinst du das Single-Cover?
hitparade.ch: Ja. Mir ist einfach aufgefallen, dass du sonst immer eher ernst auf Covers abgebildet bist.
Sina: Muss zuerst mal überlegen. Kann sein, dass es so ist, weil die Photo-Session für mich etwas vom anstrengendsten ist. Und es hat auch diesmal unzählige Aufnahmen gebraucht bis wir am Ende etwa zehn hatten, die man dann gebrauchen konnte. Und jenes, das du ansprichst war eines, als mich gerade jemand mal zum Lachen gebracht hat.

hitparade.ch: Einen zweiten Eindruck hole ich mir beim Vorbereiten, indem ich mich einfach mal lose durchklicke durch die Songs. Ich höre weder auf Text noch sonst was, sondern einfach mal durch zappen, mal 5 Sekunden, mal 10, mal 15, je nach dem. Das mach ich dann zwei, drei Mal und hatte bei dir jetzt fast etwas das Gefühl Sina ist die neue Sängerin von Patent Ochsner. (Sina muss laut lachen) Es hatte so auf die ersten Töne oft unerwartete Momente und Instrumente…
Sina: Du bringst mich da auf eine schöne Idee: Statt Frauentausch im Fernsehen, Musikertausch für eine Tour. Ich denke, da hat es dann doch viele Unterschiede. Ich hatte diesmal einfach Lust verschiedene Freunde und Musiker ins Studio einzuladen. Und dazu kam, dass alle Projekte, an denen ich in den letzten 2 Jahren mitwirkte, hier auf ganz natürliche und dynamische Art eingeflossen sind. Sachen wie "Sina & Stucky" oder das "Swiss Jazz Orchestra". Dann haben wir nach ein paar Konzerten mit dem symphonischen Orchester Zürich einen Versuch gemacht mit dem Lied "ich schwöru". Und das war dann so zauberhaft, dass da dieses Duett mit Büne Huber draus wurde. Was bei diesem Album auch noch war: Ich hatte nicht das Gefühl, es müsse ein Konzeptalbum werden, sondern einfach basierend auf den Konstanten meiner Stimme und des Dialekts. Es war mir diesmal wirklich egal, wie das dann Journalisten musikalisch einstufen…

hitparade.ch: Genau! Da kommen wir schon zum dritten Eindruck: Ich habe irgendwie das Gefühl, diese 12 Songs sind wie frei gewachsen. Ich habe bei sehr vielen Schweizer Produktionen den Eindruck, man formatiert die Songs auf ein Format, dass sie sicher im Radio gespielt werden, dass der Hörer nicht verwirrt wird, dass alles sein ordentliches Muster hat, wenn man das durch hört. Du hast jetzt aber auf deinem Album oft Songs, die um die fünf Minuten gehen, die längere Intros oder Outros haben. Du hast es etwas angetönt, woran es liegen könnte, wieso das jetzt so ist. Hebt es sich vielleicht auch gerade darum musikalisch etwas vom Rest ab?
Sina: Es funktioniert einfach irgendwie auch nicht, wenn du denkst, du machst jetzt was für die Leute. Ich mache seit jeher Musik, die mir gefällt, und es muss mich einfach berühren, sonst wird das nichts. Die jazzigen Elemente in den Songs lass ich gern auch etwas wirken bis man in der entsprechenden Stimmung ist. Und das verlangt eben manchmal nach einem etwas längerem Intro oder einer Songlänge, die die obligaten 3 Minuten Radiohits übersteigt. Ein Konzeptalbum ist das hier nicht. Ich hab's so gemacht, dass es für mich stimmt, alles andere hab ich sowieso nicht selber in der Hand.

hitparade.ch: Es hat ja sicher auch mit Authentizität zu tun. Ich denke mir oft bei Schweizer Musik, man fixiert sich zu fest auf das nach Aussen gefallen müssen. Wir sind irgendwie ein Volk von Füdlibürgern, und darum gefällt es mir, wenn mal jemand, wie du jetzt, etwas ausbricht.
Sina: Du kannst es ja nicht selber beeinflussen. Entweder stehen dir die Härchen auf, Hännuhüüt wie wir im Wallis sagen, oder nicht. Wenn das bei mir passiert, ist das gut. Dann kommt das Handwerk. Musik ist ja nicht einfach nur eine Passion für mich, von der ich zum Glück leben kann, es ist auch ein Beruf. Mein Job ist es, Alben aufzunehmen, Konzerte und Interviews zu geben. Und ich versuche, mein Handwerk so gut wie möglich zu machen. Dann ist das Schöne am Musizieren, dass es sich um eine Gruppenangelegenheit handelt. Und so hat das dann auch im Studio funktioniert. Die Musiker haben freudig zugesagt, als ich sie eingeladen habe, und das war natürlich eine gefreute Sache, ein Privileg. Man spürt das zum Beispiel bei "Geburtstag" mit den Bläsern. Ich konnte viel ausprobieren, und es hat funktioniert! Die Demophase war etwas schwierig, da die Songs lange nur auf dem blutten Knochen blieben, also nur mit Gitarre oder Piano begleitet. Und die Musiker hatten natürlich grosse Lust, damit rumzuexperimentieren. Ich selbst wollte sie aber länger gären lassen. Auch ich kann nicht so einfach aus meiner Haut, und so war es eine lange Phase, bis wir neue Arrangements ausprobiert haben, neue Ideen aufgegriffen haben, nicht immer gleich die erste umsetzen und so weiter dran bleiben, weiter ausprobieren. So gab es auch Dinge, die wir dann auch im Studio nochmals verworfen haben und neu aufsetzten. Und das war das Schöne diesmal an der Arbeit.

hitparade.ch: Du hast vorher das Härchen aufstellen und das Handwerk angesprochen. Ein Song, bei dem du das für mich wirklich gut gemacht hast, ist "Parfüm". Ich mag keine Pianos, ich verstehe den Textinhalt nicht wirklich, aber es war irgendwie ein Erlebnis, den Song anzuhören, und er hat mich gepackt.
Sina: Schön, dass du das sagst, das ist nämlich unsere zweite Single. Das ist in dem Fall voll in deinem Sinne.
hitparade.ch: Ja, ist es! Wenn wir uns nun jetzt mal den Texten zuwenden: Auch diesmal sind Männer immer noch ein grosses Thema. Ich habe aber den Eindruck, es wird je länger umso entspannter, mit immer mehr Augenzwinkern. Es hat sogar eine Hommage an einen: Charles Aznavour. Früher hattest du doch sehr direkte Texte diesbezüglich. Merkst du selber auch eine gewisse Entspannung?
Sina: Es war sicher rudimentärer. Aber ich war damals auch die Rocksängerin mit der Löwenmähne. Daran hängen die Medien - von diesem Image komm ich offenbar nicht mehr weg. Nach 18 Jahren hör ich das immer noch, und du kannst es bestätigen, ich bin keine Rocksängerin mehr. Heute ist es etwas zwischen Pop und Singer/Songwriting. Ich merke einfach, dass die Journalisten diese Schubladen nicht wechseln mögen. Da haben wir Sina mal reingesteckt, da bleibt sie jetzt auch drin! Eine Entwicklung, sowohl textlich wie auch musikalisch, wird nicht akzeptiert. Ich mach ja nicht was komplett Anderes, aber stetige feine Veränderungen werden nicht wahrgenommen. Was du mit den Texten und dem Augenzwinkern ansprichst, da liegt mir seit Längerem etwas daran. Man kann einen Song ja auf verschiedene Ebenen hören: Einerseits das, was gesungen wird, und meistens kann man dann ja noch etwas zwischen den Zeilen erkennen. Und mir ist es noch wichtig, dass bei einem Text beides etwas mitschwingt.
hitparade.ch: Diesbezüglich hab ich noch etwas für dich…

Ich überreiche Sina ein kleine Säcklein mit Bonbons. Sina besingt auf der neuen CD im Song "Bonbon" die Süchte des Lebens. Gerade in diesem Song ist diese angesprochene Doppeldeutigkeit in Texten sehr gut erkennbar, und wir lancieren ein kurzen Small-Talk darüber und schweifen etwas vom Thema ab…

hitparade.ch: Gibt es noch andere Süchte in deinem Leben, die dieses manchmal etwas bestimmen oder die dir auch mal im Weg stehen?
Sina: Dieser Song "?onbon" steht für diese Sucht, aber natürlich nicht nur diese. Ob Zigaretten, Sex oder Internetsucht… Ich denke einfach, für jeden Betroffenen einer Sucht ist diese ein Riesenproblem, das er meist irgendwie versucht loszuwerden. Aber für jemanden, der dies nicht kennt, ist das Peanuts. Zu viele Süssigkeiten? - Iss doch weniger!! Zuviel im Internet? - Schalt doch den Computer ab. Es kann doch nicht so schwer sein! Darum geht es in diesem Text. Was ich auch noch zu den Texten sagen wollte: Du hast gesehen, dass ich mit Schriftstellerinnen zusammenarbeite - mit Milena Moser und Sybille Berg. Ich schätze das sehr, dass ich mit Literaten zusammenarbeiten kann. Früher war das viel verbreiteter, wenn du eine Céline Dion oder Edith Piaf anschaust, auch Barbra Streisand, das waren alles reine Interpretinnen, die haben praktisch nie einen Song oder Text selber geschrieben. Heute wollen immer alle alles selber machen. Wenn man Menschen um sich hat, die des Wortes viel mächtiger sind als ich, ist es ein Genuss, solche Sachen einfach interpretieren zu können. Sybille Berg, welche "Ich schwöru" textete, hat den innert 48 Stunden hingekriegt. Und ich finde das einen grossen Wurf, ich finde er klebt nirgends, er ist nicht übertrieben. Es gibt solche Texte, da denkt man sich: "Das ist jetzt zu viel von allem drin!" Den Text von "ich schwöru" hätte ich nie so hingekriegt. Und darum gefallen mir solche Zusammenarbeiten, darum hat es so viele Musiker auf dem Album. Ich wollte, dass es kratzt, dass es swingt, dass man hört, wie diese Handwerker arbeiten. Kein Computer, kein Feinjustieren oder noch irgendwelche andere Sounds darunter legen.

hitparade.ch: Etwas, was du auch noch ansprichst, ist die Pop-Welt mit ihren Protagonisten und ihren 5 Minuten Ruhm. Es gibt ja mittlerweile Sendeformate mit mehreren Staffeln, die voll sind mit Menschen, deren 5 Minuten schon längst vorbei sind. Man wird vollgestopft durch die Medien mit solchen Menschen. Beschäftigt dich das sehr, wenn du solche Sachen siehst?
Sina: Ich beobachte, dass viele Leute denken, dass Songs schreiben etwas ist, was man sehr schnell und einfach kann. Marianne Faithfull sagt das im Moment sehr treffend. "Die Kunst der Künstler ist es, dass die Arbeit nach nichts aussieht, dass jeder denkt, er könne das auch." Genau das suggeriert Musik ja auch. Du kannst sofort mitsingen, das ist so eingängig, so was kann ich doch selber auch. Und gerade in der heutigen Zeit mit all den Hilfsmitteln und Pro-Tools ist das alles noch viel einfacher. Und genau hier ist das Heikle. Viele verwechseln diese Arbeit mit schnellem Ruhm, Öffentlichkeitsgeilheit, mit Parties und schnellem Geld. Und im meinem Song bleiben dann noch 5 Minuten übrig, an denen man am Schluss den Rest des Lebens dran hängt. Für mich sind diese Realitäten verschoben, dass du nur jemand bist, wenn du in der Öffentlichkeit stattfindest, denn wenn die Kamera abgestellt ist, wirst du ausgewechselt. Und es gibt Menschen, die diesem Moment ein ganzes Leben lang nachlaufen. Und das sind dann tragische Fälle, und von denen gibt es sehr viel mehr, als man denkt.

hitparade.ch: Die gehen dann in den Dschungel und machen sich zum Affen.
Sina: Genau! Sie versuchen mit aller Kraft und mit allen Mitteln, wieder an diesen Ort zu kommen, wo sie mal kurz waren. Ich kenne das, wenn es gerade super läuft und alles passt, das ist mehr als ein Adrenalin-Schub, wenn du dann merkst, es wird goutiert, was du machst. Und gerade als junger Mensch muss man das etwas abstrahieren können, dass du nichts Besseres bist, sondern dein Talent einfach gerade einem Zeitgeist entspricht. Und ich denke, da hat bei mir schon diese Walliser Bodenhaftung mitgetragen, als Tochter eines Postautochauffeurs und einer Hausfrau. Sie haben mir immer gesagt, hab Respekt vor allem, du bist nichts Besseres. Ich hab einfach das Glück, ein Talent zu besitzen, welches ich zu meinem Beruf machen konnte.

hitparade.ch: Aber gibt es denn bei dir diese Angst und diese Vorstellung, dass deine Zeit abgelaufen sein könnte, dass der Zeiger deiner Karriere von 5min 00 auf 5min 01 springt? Dass du denkst, dass deine 5 Minuten nun vorbei sind. Die Angst, eine CD zu machen und keinen interessiert's.
Sina: Ich hab auch schon geträumt, dass ich ein Konzert gebe, aber keiner ist gekommen. Diese Angst, vergessen zu werden, die kenn ich schon auch. Aber ich denke, das geht dann tiefer als einfach nur den mangelnden Erfolg vor Augen. Im Wachzustand passiert mir das nicht. Ich mache diesen Beruf nun seit 18 Jahren mit vollem Einsatz so gut wie immer möglich. Und solange dieses Feuer in mir brennt, dies zu tun, hab ich keine Angst davor. Ob das Feuer dann auch zum Publikum überspringt, hab ich am Ende nicht mehr selber in der Hand.

hitparade.ch: Ich arbeite ja hier für ein Online-Medium, bin ständig im Internet am Rumsurfen, suche dies und das, aber Sina ist da nicht wirklich vertreten, man könnte schon fast von Inexistenz reden. Du hast eine Homepage und einen Youtube-Channel, mehr gibt es nicht. Ist das eine Strategie oder ein Desinteresse?
Sina: Überhaupt nicht! Ich bin technisch sehr interessiert! Wenn irgendetwas Neues irgendwo auftaucht, bin ich die Erste, die darüber nachliest oder es ausprobiert. Wir haben zu Hause ein Audio-Logic und ein Pro-Tool und ich kann beide ziemlich gut bedienen, mich interessieren solche Sachen. Und weil ich ein gewisses Suchtpotenzial habe, versuche ich, mich so gut wie möglich aus diesem Network-Zirkel rauzuhalten. Wahrscheinlich würde ich mich vergessen und statt zu proben und Texte zu lernen, am Computer hängen. Und so wehre ich mich gegen Dinge, bei denen kein direkter Dialog stattfindet. Ich bringe da noch einen Song ins Spiel: "Villicht im Mai", wo es darum geht, im Internet einen Partner zu suchen, wo alles nur digital funktioniert. Und ich denke, dass es biochemisch notwendig ist, dass man sich schmeckt, sieht, wie jemand geht und alle die kleinen Dinge. Und bei so einem Medium findet alles viel weniger statt. Ich sehe schon für mich als Musikerin, dass es wichtig wäre, online etwas mehr vertreten zu sein, aber ich denke, mich würde es einfach auffressen. Aber dafür hab ich eine Promo-Firma angestellt, die den Online-Bereich für mich sehr gut unterhält und sich auf das Wesentliche konzentriert.

hitparade.ch: Es funktioniert ja offenbar auch so! Wenn ich schaue, wie mich andere vollbomben via all diese Kanäle wie Facebook oder mit Newslettern, die sind dann vielleicht schnell kurz in den Charts und aber meist genau so schnell wieder nirgendwo…
Sina: Was meinst du denn, was man machen muss, um vorne mit dabei zu sein?
hitparade.ch: Keine Ahnung. Mich erstaunt es einfach bei dir immer wieder. Du bist diesbezüglich ein Phänomen, wenn ich sehe, was andere für Berge versetzen für ihre Omnipräsenz. Mit Band, dann die Bandmember noch alle, das Booking, das Management, der Fan-Club, die Promofirma, einfach alle und alles 24h nonstop. Die kommen dann kurz in die Charts, haben dann 10 oder 12 Konzerte und wenn du dann mal an eines gehst, dann ist der Raum halb voll. Und handkehrum schaut man dann bei dir auf der Homepage, da sind 22 Konzerte drauf, man weiss aus Erfahrung, das wird nicht bei diesen 22 bleiben, die Clubs sind weitgehend voll…
Sina: Das heisst für mich dann ja, dass diese permanente Werbung nicht alles ist. Und wenn du die Leute so bombardierst mit Newsletter etc. kann es am Ende auch einfach nur noch nerven. Ich hab ja mit Claudia und Rolf zwei erfahrene Profis an der Hand, die ein gutes Feeling haben und das Business kennen, die dann auch mal wissen, wann es zu viel ist.
hitparade.ch: Ich hab einfach mal wieder gestaunt. Ich kenne viele Bands, die im Radio gespielt werden und in den Medien präsent sind, die sich wünschten, nur in die Hälfte dieser Clubs zu kommen, und sei es nur als Vorband.
Sina: Ich denke, ich hab mir da schon einen soliden Boden aufgebaut.
hitparade.ch: Woher denkst du, kommt dieser Erfolg bei dir?
Sina: Ich denke, der Schweizer ist ein treuer Begleiter. Er geht gerne immer an die immer gleichen Ferienorte, isst gerne immer wieder sein Lieblingsmenu und hört immer wieder gerne die Musik, die ihn begleitet. Es wird dann schnell mal zum Soundtrack des Lebens. Wenn Menschen zu mir kommen und Geschichten erzählen wie "?ei Romeo & Julia hab ich meine Frau kennengelernt und ich höre den Song noch immer oft!", so kann ich mit meiner Musik Lebensabschnitte von Menschen prägen, wie das bei anderen auch der Fall ist, wie Patent Ochsner oder Züri West. Und es basiert vermutlich auf dem Gesamten, dass ich versuche, immer meinen Job gut zu machen, die Menschen zu erreichen und dann diese emotionale Bindung vom Publikum zu mir, vielleicht auch persönlich, wie auch immer. Mein Publikum wird mit mir älter, es sind nicht lauter Junge, die schnell vom einen neuen Trend zum anderen switchen. So habe ich mir natürlich auch eine gewisse Konstanz aufbauen können, welche mir hilft, populär zu bleiben.

hitparade.ch: Was bei dir auch immer ist, dass du "live" deine Konzerte auf dein neuestes Album anpasst, also auch alte Songs in etwas neueren Kleidern präsentierst. Auch immer mal wieder noch eine kleine Extra-Tour anhängst, wo du dann nochmals etwas anders daherkommst. Wie letztes Mal, als du noch halbakustische Konzerte gegeben hast im intimen Rahmen, bestuhlt usw. Wie sieht es diesmal aus? Klopfst du die Songs auch wieder durch eine Trommel, bis sie auf die Bühne passen?
Sina: Ich habe extrem Lust, diese Songs fit zu machen für die Bühne. Ein Symphonieorchester oder eine fünfköpfige Blaskapelle bringen wir live natürlich nicht hin. Aber es macht es enorm spannend. Ich habe einen Cellisten, der noch Gitarre spielt, einen Keyboarder, der noch Gitarre spielt, einen Bassisten, der noch Trompete spielt und einen Schlagzeuger, der pfeift. Und mit diesen vier Männern und diesen Instrumenten werden wir ein Programm arrangieren. Bei grösseren Konzerten kommt sicher noch ein Streichquartett dazu. Vielleicht kommen uns ja auch Büne Huber oder Steff la Cheffe mal noch besuchen.

hitparade.ch: Das Ganze muss natürlich auch intensiv geprobt werden, bis das einem schon fast selber zum Halse raus hängt. Wie läuft das bei euch? Wann beginnt ihr mit Proben und wie intensiv? Wie viel Arbeit ist da drin?
Sina: Sehr viel, vor allem auch für den Einzelnen. Gerade jetzt, wo man gar nicht von dem ausgehen kann, was im Studio aufgenommen wurde. Es fehlen ja viele Instrumente und Musiker, da sind wir alle sehr gefordert. Und ich bin begeistert von meiner neuen Band. Und alle sind gekommen und wollten noch ein paar Gesangsstunden für die Chorpassagen. Das war grossartig, eine ganz neue Erfahrung. Ich war früher natürlich verwöhnt, hatte ich mit Adrian Stern und Pele Loriano stets gute Sänger in der Band. Und die neuen Musiker können die neuen Songs bereits und haben eigene und gute Ideen, wie es mit der Umsetzung aussehen könnte. Bis jetzt hat jeder für sich gewurstelt, den Rest machen wir in einer Woche, wo wir uns intensiv zusammen vorbereiten. Und am Ende geben wir dann noch ein Probekonzert, wo wir Leute einladen, die sich das dann entspannt anhören können. Und dann geht's los…
Interview durchgeführt: Marc Aeschlimann
Redaktion: Marc Aeschlimann


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Zum offiziellen Video "Ich schwöru" mit Büne Huber
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