INTERVIEW MIT FRIENDLY FIRES

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Das Pop-Quartett Friendly Fires aus Grossbritannien wird sein letztjährigens Zweitwerk mit dem Namen "Pala" wiederveröffentlichen. Ausserdem gibt es neue Tourdaten. Wir haben die sympathischen Jungs zum Interview getroffen.

hitparade.ch: Auf Eurer Tour legt Ihr Stopps in der ganzen Welt ein. Seid ihr dadurch angespannt?
Jack: Ja, wir reisen viel, aber wir haben immer noch nicht genug Luftmeilen um exklusive Lounges beim Flughafen zu bekommen (lacht). Wir mussten erst gerade für eine Visa Anmeldung alle kürzlich besuchten Länder angeben. Für uns war es erstaunlich zu realisieren, an welchen Orten wir schon gewesen sind.
Edd: Ich denke nicht, dass es uns zu sehr stresst. Wir haben zwar Stunden, in denen wir wirklich sehr müde sind, aber das ist nur wegen der täglichen Routine. Denn wenn man auf Tour ist, ist alles ein bisschen unregelmässig. Du schläfst spät ein und am nächsten Tag muss du wieder fit sein.
Jack: Wenn die Tour fertig ist, dann schlafen wir dafür meistens einen oder sogar zwei Tage durch und nehmen ein langes Bad. Auf diese plötzliche Umstellung reagiert der Körper je nach Person verschieden, man kann auch krank werden.

hitparade.ch: Ich habe gelesen, dass Ihr behauptet habt, dass Ihr in Euren Anfängen mit der Musik die Instrumente wirklich schlecht gespielt hättet. Habt ihr schlussendlich einfach viel geübt oder habt ihr auch ein paar bezahlte Stunden genommen?
Jack: Ich denke, dass wir am meisten dadurch gelernt haben, dass wir so viel gespielt haben. Umso mehr du spielst, umso besser wirst du und wir hatten wirklich viele Gigs. Es macht dich auch selbstsicherer und dann stehen die Chancen gut, dass man etwas schnell lernt.
Edd: Naja, ich spiele etwa 20 Songs wirklich gut, aber ansonsten bin ich als Gitarrist ziemlich unnütz (lacht).

hitparade.ch: Ist Prince wirklich einer Eurer Einflüsse? Falls ja, in welcher Art beeinflusst er eure Band? Weil ich höre das in der Musik nicht. Ich erkenne eher Einflüsse von Bands wie New Order oder Daft Punk.
Jack: Ich denke, das war eher so, als wir angefangen haben mit der Musik. Damals waren es die Songs "Photo Booth" oder "In The Hospital". Die haben ein bisschen etwas von Prince. Heute machen wir weitreichendere Musik. In UK gab es immer diese Tradition, in der man Dance und Rock-Musik miteinander vermischt, das klingt auch mehr nach uns.

hitparade.ch: Wenn ihr auf der Bühne performt, denkt ihr es ist die Musik die die Leute zum Tanzen bringt oder die Art, wie ihr auftretet? Da ihr ja bekannt seid für ein tanzendes Publikum.
Jack: Ich weiss es nicht, ich denke wir versuchen einfach so viel Energie reinzustecken wie es geht.
Edd: Ja genau. Die Musik, die wir machen, bewegt die Leute automatisch, es ist schwer einfach nur dazustehen. Ich kenne viele gute Live Bands deren Musik ich liebe, die dann aber auftreten, als wären sie auf einer Beerdigung. Diese Attitüde gewichtet sich dann fast stärker als die Musik. Die Live Show ist eine Aufführung, die man so gut wie möglich rüber bringen muss. Ich zum Beispiel bewege mich viel mehr, wenn das Publikum sich bewegt. Das steckt an.

hitparade.ch: Auf Eurer offiziellen Seite habt ihr dieses Statement betreffend der Europa-Tour: "Here we come! Our European Tour starts this week. We'll be taking saunas in Sweden, eating pastries in Denmark, a Bratwurst or two in Germany, riding scooters across Italy and no doubt engaging in deep philosophical discussions in France". Beteiligt ihr Euch wirklich so sehr an den verschiedenen Kulturen der Länder?
Jack: Ja, wir versuchen es wenn wir Zeit haben. Wir haben zwar nichts in Schweden gemacht als wir da waren, aber in Köln haben wir ein paar Spezialitäten probiert. Wir gingen auch in ein Thermalbad. Als wir in Norwegen waren haben wir Fisch probiert, sie scheinen viel davon zu essen.
Edd: Ja, Japan ist auch sehr toll. Da gibt es so viel Neues auszuprobieren!

hitparade.ch: Gibt es auch was Spezielles, dass ihr für die Schweiz geplant habt?
Jack: Naja, wir sind nicht lange hier. Gäbe es irgendwas Spezielles, das wir probieren könnten?

hitparade.ch: Ja es gibt viele Spezialitäten. Wenn ihr Zeit habt, dann könnt ihr Züri Geschnetzeltes, Rösti oder Fondue probieren.
Edd: Ja, ich mag eure Fondues. Wir werden versuchen uns Zeit zu nehmen.
Jack: Mit diesen Spezialitäten und den verschiedenen Kulturen macht es die Tour noch abwechslungsreicher. Es ist mehr ein Abenteuer als einfach nur Konzerte zu spielen.
Edd: Ja, es ist schwer mit dem Land verbunden zu sein, wenn man nur vom Bus zum Club läuft, darum ist es für uns schon wichtig, das Beste draus zu machen. Der Club könnte ja überall sein, man muss also rausgehen um zu sehen, wo man ist.

hitparade.ch: Ich habe ein paar Berichte über das letzte Album "Pala" gelesen. Die Kritiker schrieben teilweise, es könnte der Hit des Sommers werden. Habt ihr die Songs mit Sommerzeit verbunden, als ihr sie geschrieben habt?
Jack: Ich weiss nicht recht. Es war einfach so, dass alles ein bisschen länger gedauert hat. Viele Elemente brauchten Ewigkeiten, damit sie sich so anhören wie sie jetzt sind.
Edd: Es hat auch lange gedauert, bis die Mixes akzeptiert wurden. Wir haben viele verschiedene Versionen ausprobiert, einfach um auf Nummer sicher zu gehen, dass alles stimmt.
Jack: Ich hoffe, wir können nächstes Mal eine Platte machen, die ein bisschen sorgloser ist, anstatt sich über jedes Ding Gedanken zu machen. Das kann gut oder schlecht sein, ich denke aber, es ist natürlicher, wenn man es einfach fliessen lässt.

hitparade.ch: Ihr hab ein Depeche Mode Cover gemacht für eine Gucci Werbung. Wie ist es dazu gekommen? Und habt ihr ausgewählt, welche Band ihr covern wollt?
Jack: Gucci hat uns dies vorgeschlagen. Sie hatten einen Depeche Mode Song im Kopf und wollten, dass wir es umsetzen. Um ehrlich zu sein, hatte ich diesen Song zuvor noch nicht gehört. Wir mögen den Song aber und es war einfach, uns der Sache anzunehmen.
Edd: Ja, es war einfach für uns, weil wir es so übernehmen konnten und nichts Neues machen mussten. Es hat uns auch geholfen zu sehen, für was sie werben. Es hat uns geholfen eine Stimmung und Atmosphäre zu erschaffen, der Prozess war sehr spannend und lustig. Es war schön bei solch einer Kreation aus einer anderen Perspektive mitbeteiligt zu sein.
Jack: Es war auch toll, einmal in die düstere Stimmung zu tauchen, da die Band ja ein bisschen düsterer ist als wir es sind.
Interview durchgeführt: Kurt Kovac
Redaktion: Kurt Kovac, Sonja Eberhard, Bettina Siegwart


Linktipps:
Das aktuelle Album "Pala" anhören und downloaden

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