INTERVIEW MIT MYRTO





Nach ihrem erfolgreichen Debut-Album präsentiert Myrto ihr zweites Solo-Album mit dem Titel "Die mit O". Wir haben das Ex-Subzonic-Mitglied in Zürich getroffen und einige Fragen stellen können:

hitparade.ch: Du bist vermutlich fast jedem Schweizer ein Begriff, als Bandmitglied, Solokünstlerin und Radiomoderatorin. War es schon immer dein Ziel, deinen Lebensunterhalt in einem dieser Bereiche zu verdienen oder strebtest du ursprünglich einen "urtypischen, bürgerlichen" Beruf an?
Myrto: Mehr oder weniger. Ich bin gelernte Dekorationsgestalterin, also das was man als Schaufensterdekorateurin bezeichnet. Aber gesungen habe ich schon vorher. Ich hab einfach schon immer gesungen und ich habe eigentlich nie etwas Anderes besser gekonnt (lacht). Naja, das war eher Mittel zum Zweck, ich sagte mir immer, ich wolle nie von der Musik abhängig sein. Es ist in der Schweiz sowieso schwierig, man kann nicht so leicht davon leben. So kann man auch viel befreiter an die Musik herangehen. Natürlich nimmt es irgendwann professionelle Formen an, und wenn es richtig hart wird, weiss man: Ok, jetzt bin ich Profimusiker. Aber auch wenn's dir schlecht geht, musst du auf der Bühne stehen und deine Konzerte geben, ans Mikrofon sitzen und deine Statements abgeben. Ich habs immer nebenbei gemacht, und so ist es durchaus möglich. Sängerin wollte ich auf jeden Fall schon immer werden. Und das mit der Radiomoderation war so, dass ich mir sagte: Wenn ich schon mit der Stimme arbeite, dann am liebsten mit dem Job, mit dem ich mein Geld verdiene. Ich meine einfach mit etwas, das ich mit Leib und Seele mache. Ich habe sozusagen in allen meinen Lebensbereichen meinen Traumjob gefunden. Im Musikalischen wie auch im Beruflichen.

hitparade.ch: War dieser Radiojob nicht auch mit dem Hintergedanken verbunden, dich zu promoten und bekannt zu bleiben?
Myrto: Es ist natürlich schwierig, sich am Radio selbst zu promoten. Ich kann weder die Musik selber bestimmen, noch möchte ich, dass es nach "Vetterli-Wirtschaft" aussieht. Kleines Beispiel: Ich habe die Erlaubnis vom Musikchef, die Subzonic und die Myrto-Titel auszutauschen, da ich mich nur sehr ungern ständig an- und absage. Man kann das nur ironisch machen, was am Radio allerdings nur schlecht funktioniert, wenn man nicht extrem wortgewandt ist. Die Leute interpretieren es ja dann sowieso, wie sie es möchten. Es soll eben nicht nach "Vetterli-Wirtschaft" aussehen. Ich finde wirklich nicht, dass ich versuche, mich damit in ein besseres Licht zu stellen. Ausserdem war ich ja zuerst Sängerin und Musikerin, und erst danach kam das mit der Radiomoderation, obwohl ich das auch schon lange mache. Und eben, die Möglichkeit dazu besteht gar nicht wirklich. Das Radio, bei dem ich momentan arbeite, Radio 24, die sind extrem stolz darauf und finden es cool, was ich mache, aber die würden das auch finden, wenn ich nicht dort arbeiten würde.

hitparade.ch: Was würdest du als dein wichtigstes Standbein bezeichnen bzw. worin investierst du am meisten Einsatz?
Myrto: In mein Zuhause und in meine Familie. Es klingt vielleicht blöd, aber ich bin überhaupt kein Geld- und auch kein Zahlenmensch. Ich bin, was das anbelangt, vielleicht manchmal etwas zu nachlässig. Ich lebe von der Hand ins Maul, das ist für mich total okay, es reicht immer. Deswegen ist mir der Halt zuhause wichtig. Ich bin extrem gerne daheim und im Studio, das wir auch zuhause haben. Das gibt dir auch sehr viel Ruhe um arbeiten zu können und Musik zu machen.

hitparade.ch: Du hast das Gefühl ja mittlerweile unzählige Male erlebt - aber wie würdest du das Gefühl beschreiben, sich selbst das erste Mal im Radio singen zu hören?
Myrto: Uh, das ist sehr komisch. Es ist ja schon komisch, sich das erste Mal auf einer CD zu hören. Als ich eine Zeitlang bei Marco Walser Gesangsstunden genommen habe (übrigens, danke Marco), hat er mich zwischendurch auch mal aufgenommen. Das ist mega komisch, wenn man sich das erste Mal selber hört. Es ist aber auch schön, wenn man das erste Mal realisiert: Hey, das tönt ja! Das ist total cool. Und auch jetzt noch, wenn ich mich unvermittelt im Radio höre, egal ob mit Subzonic oder Myrto, dann ist das schon ein cooles Gefühl. Und man merkt, dass man dies jetzt mit den Menschen teilen kann, mit denen man das gemacht hat.

hitparade.ch: Mit Subzonic konntet ihr grossartige Charterfolge erzielen - inwiefern beeinflusste dich diese Tatsache, dass du eine Solo-Karriere gestartet hast?
Myrto: Es befreit einen natürlich ein Stück weit. Ich habe den Druck nicht, dass ich unbedingt nochmals an die Chartspitze kommen muss. Ich weiss ja, wie das Business momentan läuft. Teilweise ist es erschreckend. Ich bringe gar keine Singles mehr raus, da dieser Markt längst zusammengebrochen ist. Es ist eigentlich tragisch. Mit 300 verkauften Singles kommt man momentan auf Platz eins, und das ist meiner Meinung nach kein grosses Zeugnis dafür, ob man wirklich gut ist. Mein Spiegel sind die Konzerte. Wenn es dort gut abgeht, dann ist's sicher gut. Und natürlich die Albumverkäufe. Bei den Alben weisst du, dass du gehört und akzeptiert wirst. Aber ich muss leider sagen, so leid es mir tut für hitparade.ch, der Singlemarkt ist am Arsch momentan (lacht). Ich bin neugierig, wie es in Zukunft mit den Downloads läuft, da wird die Musik ja sowieso wieder anders gewertet. Wegen der Hartverkäufe: Die Goldgrenze ist ja wieder gesunken. Es ist eigentlich ein Witz, denn es wird mehr Musik konsumiert als jemals zuvor, es kann so irgenwie nicht sein. Ich bin sehr gespannt wie es da weitergeht.

hitparade.ch: Dein erstes Album ist ja noch während der Subzonic-Zeit erschienen und wurde von Roman Camenzind produziert. Jetzt ist Subzonic Geschichte und du hast mit Paulo Mendonca einen neuen Produzenten. Inwiefern waren die Aufnahmen anders als bei deinem Debutalbum?
Myrto: Ich konnte von einer völlig anderen Seite rangehen. Beim ersten Soloalbum war mein Ziel, eine völlig neue Seite von Myrto zu zeigen. Subzonic kannte man, da war diese Rotzgöre mit der Rockröhre. Eine die sich laut gegen sieben Männer behaupten muss. Deswegen war das Ziel, die zarteren und ruhigeren Seiten zu zeigen. Teilweise haben wir versucht, ganz weit weg von Subzonic zu kommen. Obwohl es vielleicht sogar auch weit weg von Myrto war. Aber es war mein musikalisches Album. Und jetzt war es insofern anders, dass ich Myrto ungefiltert aufzeichnen und präsentieren konnte. Das Aufnehmen mit Paul war sehr relaxed. Der Typ ist ein Weltstar, doch er ist absolut am Boden geblieben. Es war eine tolle Erfahrung.

hitparade.ch: Inwiefern hat Paulo deinem Werk den Stempel aufgedrückt?
Myrto: Man muss halt mal reinhören, dann hört man schon die geilen Gitarrenblocks. Es ist erstaunlich, wie viel dieser Mensch aus Wenig machen kann. Von den Instrumenten her ist es ja sehr reduziert, aber es hat so viel Druck. Ein guter Song ist ein guter Song, er muss auch mit nur einer Gitarre gut klingen, mit zwei Gitarren noch besser. Mit dieser Einfachheit hat er auf jeden Fall das Mass auf diesem Album gesetzt.

hitparade.ch: Soldi ist ja auf einem Track zu hören. Haben auch andere Ex-Subzonic Mitglieder Einfluss auf dein neues Album gehabt?
Myrto: Soldi ist auf diesem Track zu hören weil ich dachte, dort hat es noch Platz für den Soldi. Er hat ja auch das Cover der CD gemacht, also dachten wir, er sollte da drin auch erwähnt sein, also muss er auch was dafür tun (lacht). Was die anderen Subzonicer betrifft... Eigentlich habe ich mich von diesen Subzonic-Einflüssen sehr entfernt, was mir auch wichtig war. Sie hatten insofern Einfluss, weil wir uns halt sehr oft sehen und oft darüber sprechen. Ich hab ihnen die Songs vorher gezeigt und auch Feedbacks dafür bekommen. Keine Ahnung wie stark ich dann auch darauf gehört habe. Wer natürlich immer dabei ist, ist Christian Bisang der Drummer, er ist ein fester Bestandteil unserer Band. Somit geht es doch noch etwas weiter. Und Roman hat gesagt, er möchte es nicht hören, er möchte es erst hören, wenn es fertig auf CD ist. Diese Kritik steht immernoch aus, ich bin neugierig was er sagt.

hitparade.ch: Kam es nicht in Frage mit Roman weiterzuarbeiten?
Myrto: Er hat schlicht keine Zeit. Letzten Sommer hatten wir ausgemacht, mindestens einen Song zusammen zu schreiben, aber wir hatten beide einfach keine Zeit dazu gehabt. Er war ja sehr beschäftigt mit Baschi, später dann mit den Lovebugs, aber vielleicht war es ja auch mal gut, einfach mal einen Schritt wegzugehen. Die Freundschaft ist nach wie vor extrem stark, vielleicht sogar fast stärker als vorher, aber halt nicht auf musikalischer Basis. Es war für beide gut, mal was ganz anderes zu machen.

hitparade.ch: Kannst du dir, allgemein gesehen, den Weg zurück ins Bandleben noch vorstellen?
Myrto: Ich bin ja in einer Band. Es ist ja nicht so, dass ich jetzt der König bin, auf einem Thron sitze und rundherum müssen alle nach meiner Pfeife tanzen. Im Gegenteil! Es ist wirklich eine ganze Band, die daran arbeitet und sich momentan auf die Live-Gigs vorbereitet. Ich liebe das Bandleben. Ich kann gar nicht ohne das sein. Und wenn die Band nicht wie eine Familie ist, ich meine, wenn man nicht mal weiss, wie der Andere morgens um zwei auf einer Autobahnraststätte aussieht, kurz nach dem WC-Besuch, dann stimmt auch etwas nicht. Die Band wird es immer geben und vorallem live geht es jetzt dann wieder richtig ab.

hitparade.ch: Als erste Single wurde "Miss" ausgekoppelt - warum fiel die Entscheidung auf diesen Song, was bedeutet er dir persönlich?
Myrto: Ich habe Paulo ja vor zwei Jahren in Schweden kennengelernt, und wir hatten es total cool zusammen, wir sind oft zusammen abgestürzt, hatten gute Partys mit Rolf Stahlhofen, ihm und mir. Da haben wir uns musikalisch lieben gelernt und ich sagte dann irgendwann, dass es sehr cool wäre, wenn er mein Album produzieren würde. Er sagte auch sofort ja! Wir wussten aber halt nicht, wie wir zusammen arbeiten würden. Partys gingen ja, aber das heisst ja nicht automatisch, dass man auch musikalisch miteinander arbeiten kann. Letzten September bin ich nach Schweden gegangen und sagte, komm', wir probieren das mal aus. Innerhalb von zwei Tagen ist dann diese "Miss" entstanden. Er brachte einen Song, der noch ziemlich roh war, ich brachte meine Ideen ein, schrieb den Text, und "Bumm-Tätsch" haben wir den Song dann aufgenommen. Der ist wie aus einem Guss entstanden. So war für mich von Anfang an klar, dass dies meine erste Single sein wird. Dieser Song hat eine solche Energie, den haben wir gar nicht mehr verändert bei den Aufnahmen. Darum wurde dies die erste Single. Momentan sind wir uns am überlegen, welches die zweite Single werden soll, denn es hat so viele gute Lieder auf dem Album, ich weiss nicht welchen ich nehmen soll (lacht).
hitparade.ch: Gibt's Favoriten?
Myrto: Keine Ahnung. "De chli Finger" wär sicher cool, "Die mit O" wär auch geil, dann wär endlich ein für allemal klar, wie ich wirklich heisse, "Ernte was mer säht" oder das Duett mit Marc Sway... ich kann mich wirklich fast nicht entscheiden. Mal sehen.

hitparade.ch: Das Album wie auch der erste Track heissen "Die mit O". Der Song soll ja wie gesagt klarstellen, wie man deinen Namen richtig ausspricht. Wie bist du auf die unkonventionelle Idee gekommen, einen solchen Song zu schreiben?
Myrto: Naja, wenn man so heisst wie ich, dann ist man ein Leben lang in Erklärungsnot! Ich dachte dann, das scheisst mich jetzt an, ich mache einen Strich unter die Rechnung. Aber es scheint noch immer nicht zu funktionieren. Ich habe letztens ein Statement im Radio gehört wo einer gesagt hat: "Ja, die war super diese Myrta!", worauf der Moderator erwidert hat: "Sie heisst aber Myrto"! Da hat der Andere gesagt: "Nee, Myrta gefällt mir viel besser!" (lacht). Es muss ja nicht allzu ernst genommen werden! Diese Aussage "Die mit O" ist entstanden, weil mal irgendwer angerufen hat, und gesagt hat: "Gell, du bist doch die mit O!". Und ich sagte: "Ja, genau"! Ich fand das so plakativ und dachte, das erklärt eigentlich alles, die mit O! Und als Frau mit o aufzuhören ist ja sowieso ziemlich komisch. Jetzt hoffe ich, ist das Thema aus der Welt.

hitparade.ch: Hast du irgendwelche Erwartungen hinsichtlich Chartplatzierungen? Dein Debut-Album war 6 Wochen in der Hitparade und hatte als Höchstposition den 29. Platz.
Myrto: Etwas höher als Platz 29 wär schon cool, aber wenns halt nicht so ist, dann ist's auch nicht tragisch. Natürlich im Geheimen: Jeder der sagt, es sei ihm egal, der lügt. Aber ich muss halt manchmal die Erwartungen einfach nicht zu hoch stecken, und dann ist es gut, wenn diese übertroffen werden. Ich weiss es auch nicht. Ich hoffe die Platzierungen werden gut und vorallem lang sein. Die Länge ist mir wichtiger. Gut und lang ist sowieso immer die Devise! (lacht).

hitparade.ch: Im Sommer werden grundsätzlich weniger Alben veröffentlicht als in den anderen Jahreszeiten, speziell in der Zeit vor Weihnachten. Inwiefern spielen oder spielten solche kommerziellen Überlegungen eine Rolle in deinem musikalischen Schaffen?
Myrto: Naja, eigentlich hätte mein Album ja im April erscheinen müssen. Es gab dann aber doch noch einiges zu tun und es brauchte einfach noch mehr Zeit. Wir wollten nichts überstürzen, und als es dann hiess, es komme in den Sommerferien raus, dachte ich mir: Dann ist ja eh niemand da! Aber dann dachte ich wieder, naja, eigentlich doch nicht schlecht, denn so bin ich etwas früher dran als andere Schweizer Bands, die auch in dieser Zeit ihre Alben herausbringen werden. Wir haben schon einmal ein Album im Sommer rausgebracht, "Achtibahn", und dieses war ja auch extrem gut in den Charts platziert. Und es war auch nicht auf die Miss Schweiz Wahlen kalkuliert, obwohl das eine Überlegung wert gewesen wäre (lacht)!
Aber wie gesagt, wir haben das nicht wirklich berechnet, wir haben einfach ein Datum gesucht, wo sicher vor- und nachher je zwei Wochen Platz waren. So haben wir es gefunden.

hitparade.ch: Wie sehen deine kurz- und langfristigen Ziele und Pläne aus?
Myrto: Kurzfristig: Jetzt erstmal die Tour zu machen. Wir sind extrem viel am Proben momentan, man hört es meiner Stimme an. Letzten Mittwoch haben wir losgelegt, diesen Mittwoch geht's weiter! Da waren auch zwei Open Airs dabei. Auch die exklusive Releaseparty von Radio 24 letzte Woche, was extrem cool gewesen ist. Im September geht es ab auf Clubtour. Kann man alles nachschauen auf www.myspace.com/myrteli oder auf www.myrto.ch, wenn dann der Webmaster aus den Ferien zurück ist. Was die längerfristigen Ziele angeht, fände ich es cool, wenn wir wirklich bis Frühling durchgehend auftreten und spielen könnten. Dann drei Monate in die Ferien und dann an Open Airs spielen. Dann würd ich gern mit der Produktion des nächsten Albums beginnen.

hitparade.ch: Dass du in mehreren Sparten aktiv bist wurde bereits in der ersten Frage angesprochen, aber: Wird es auch einmal die Schauspielerin Myrto geben?
Myrto: Also ich hab letztens mal ein Casting mitgemacht, weil ich für eine Show im Schweizer Fernsehen angefragt wurde. Doch schon beim Casting war für mich klar: Nein! Ich stehe auch als Moderatorin nicht vor der Kamera. Angefangen habe ich zwar mit Musicals und Theater. Also reizen würde es mich schon, aber mehr aus Fun. Ich glaube nicht, dass sich da ein neues Standbein auftut. Ich bin ausserdem nicht gut im "Jemand anderes darstellen", das überlasse ich lieber den Menschen, die es richtig gelernt haben. Ich hatte mal eine Statistenrolle, als ich noch jung und unerfahren und unbekannt gewesen bin… Wieso eigentlich? Hast du ein Angebot? (lacht) Nein, ich finde die Gefahr zu gross, dass dann alle sagen: Ah, das ist die, die alles macht! Das möchte ich nicht. Ich bin Myrto und ich werde sie auch immer bleiben, und ich denke nicht, dass ich in dem Bereich grosse Ambitionen habe. Aber Carlos Leal hat das wahrscheinlich auch immer gedacht, und jetzt ist er dick im Geschäft. Aber er ist ein mega Schöner!!

hitparade.ch: Ab fünf Reviews werden die Songs in die Reviewcharts aufgenommen - welcher deiner Songs denkst du schneidet dabei am besten ab?
Myrto: Ich weiss es nicht, bin gespannt. Vom alten Album denke ich, ist "Frei" an erster Stelle. Das ist der Song, den man kennt.
hitparade.ch: Nein, "Frei" ist an zweiter Stelle. Auf Platz eins ist "Ich glaub a mich"!
Myrto: Echt? Geil! Den find ich auch ziemlich cool! Ich meine, mir gefallen alle Songs, aber der gefällt mir besonders.
hitparade.ch: An letzter Stelle steht "De perfekti Maa"!
Myrto: Echt? Naja, wenn wir ehrlich sind: "De perfekti Maa" ist eigentlich Jazz. Das ist einfach keine Popmusik. Es ist sehr musikalisch. "Ich glaub a mich" ist der modernste Track auf dem Album. Auf mein letztes Album bin ich wirklich unglaublich stolz. Ich werde musikalisch wahrscheinlich nie wieder so etwas machen, da es sehr aufwändig war. Bei "Ich glaub a mich" sind die Texte voll auf den Takt geschrieben. Natürlich schaut man immer auf die Rhytmik, aber da hab ich so an den Worten herumgetüftelt, bis es absolut exakt auf den Beat passte. Man wird halt gemütlicher. Ich geb mir natürlich schon noch Mühe, aber ich habe es sehr geschätzt, jetzt auch mal plakativer arbeiten zu können. Und auch dass ich seelisch nicht so sehr in die Tiefe gehen musste. Ich konnte konkreter und ungefilterter arbeiten.

hitparade.ch: Und welches, denkst du, ist der beliebteste Track bei Subzonic?
Myrto: Schwierig. Man wird dazu verleitet zu sagen, es sei sicher "Titelgschicht". Aber ich denke es ist einer der härteren, älteren Tracks.
(Wir zeigen Myrto die Rangliste)
Myrto: Ah, "Spiegelbild", dann doch. "Wiehnachzong" hab ich auch erwartet, dass der weit oben ist. Hey, sogar "Ratzfatz" ist drin. Ich hätte jetzt gedacht "Du Arschloch" sei auch noch weit oben…

hitparade.ch: Jetzt geht's für dich ans Bewerten! Wir haben hier die Top 10 der Schweizer Hitparade.

10. The Pussycat Dolls feat. Snoop Dogg - Buttons
Myrto: Die Pussycat Dolls find ich extrem cool, weil die ohne wenn und aber genau mit dem Klischee gespielt haben. Sie verheimlichen überhaupt nichts. Ich hab den Song aber noch nicht so oft gehört. Ist sicher cool!

9. Mary J. Blige & U2 - One
Myrto: Ich kann's nicht mehr hören. Das war etwa der erste Song den ich überhaupt je gesungen habe... Ich finde manchmal ist weniger mehr. Das mit den Phrasierungen hat sie wirklich drauf, aber es ist etwas viel.

8. Paris Hilton - Stars Are Blind
Myrto: Ich hab mich schaurig darüber aufgeregt, dass ich den Song so cool finde. Er ist nämlich gar nicht so schlecht! Er ist weder aufdringlich noch unhörbar, er ist eigentlich sehr schön, was einen ja richtig anscheisst (lacht). Ich bin neugierig auf das Album.

7. Christina Aguilera - Ain't No Other Man
Myrto: Den hab ich bisher erst einmal gehört. Am Anfang dachte ich immer, was ist denn das für eine doofe Kuh! Das ist sicher alles gepitcht, dass es so schön klingt, aber die kann das wirklich, ich hab sie mal unplugged gesehen. Ich finde sie hat eine echt Berechtigung als Künstlerin bezeichnet zu werden.

6. Black Eyed Peas feat. Sergio Mendes - Más que nada
Myrto: Blöd, dass ich nicht auf diese Idee gekommen bin. Más que nada ist ein alter Standart, den wir doch auch schon ein paar mal gesungen haben. Ich find's extrem cool gemacht, läuft aber etwas oft.

5. Shakira feat. Wyclef Jean - Hips Don't Lie
Myrto: Hab ich auch langsam gehört. Aber nicht schlecht!

4. Nelly Furtado - Maneater
Myrto: Bin ich sehr überrascht, dass sich Nelly Furtado so etwas traut. Und ich find auch stark, dass die Leute sowas cool finden. Ich bin überrascht, weil es doch eher ein unkonventioneller Song ist, wie jetzt auch "Rudebox" von Robbie Williams. Ich find's immer wieder cool, wenn berühmte Leute solche Experimente machen. Das tut der Musikszene gut.

3. La Plage - Coup de boule
Myrto: Den hab ich jetzt etwa zwei Wochen lang in den Sommerferien gehört. Die Bewertung erübrigt sich, da wir in zwei Monaten nie wieder etwas von diesem Song hören werden.

2. Rihanna - Unfaithful
Myrto: One in a Million! Ich finde Rihanna klingt wie jede andere. Dafür was die Medien daraus machen, habe also schon Eigenartigeres gehört. Dass sie auf Platz 2 sein soll, das glaubt man einfach nicht.

1. Gnarls Barkley - Crazy
Myrto: Einer der Songs, die mir nicht verleiden. Ich weiss nicht, wie es Anderen geht, er läuft ja sehr viel, aber verleidet mir absolut nicht. Die Homepage ist sehr cool. Ich hab sie auf iTunes heruntergeladen und die CD ist wirklich geil. Lustigerweise ist Crazy der einzige Song, den man wirklich mehrmals hören kann, der Rest ist zu experimentell. Man hört sie einmal, dann muss man sie wieder einige Tage weglegen.


Linktipps:
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Discographie von Myrto
Discographie von Subzonic
Offizielle Seite von Myrto
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Website von Radio 24

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