INTERVIEW MIT SERGIO FERTITTA



Sergio Fertitta - Four To The Floor
1. Sergio Fertitta feat. Larissa Evans - What's The Crackin' What's Poppin'
2. Sergio Fertitta feat. Juliano Jamo - Fireworks
3. Sergio Fertitta feat. Larissa Evans - Call The Police
4. Sergio Fertitta feat. Christina Kolcheva - Dance Off
5. Sergio Fertitta feat. SerGIO Fertitta - Not Alone
6. Sergio Fertitta feat. Denis Joel and Larissa Evans - Friendzone
7. Sergio Fertitta feat. Denis Joel - Beam Me Up Scotty
8. Sergio Fertitta feat. Christina Kolcheva - Marshmellow
9. Sergio Fertitta feat. SerGIO Fertitta - My Showreel
10. Sergio Fertitta feat. Devijo - Beautiful Disaster
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Während den letzten zehn Jahren hat SerGIO Fertitta für namhafte internationale und Schweizer Stars wie Snoop Dogg, Coolio, Jermaine Jackson oder Bligg geschrieben oder produziert. Nun erscheint sein erstes, eigenes Album "Four To The Floor". Wir haben SerGIO zum Interview eingeladen.

Endlich machst Du mit "Four To The Floor" ein eigenes Album. Wieso gerade jetzt?
Das hat sich durch die verschiedenen Zusammenarbeiten auf natürliche Art und Weise ergeben. Denn auf dem Album sind spannende Gast-Musiker wie Larissa Evans, Denis Joel, Devijo oder Juliano Jamo vertreten. "Not Alone" und "My Showreel" sind die einzigen Songs, bei denen meine Stimme zu hören ist.

Wieso nimmst Du Dich so zurück?
Mit dem Album will ich talentierte Musiker unterstützen. Ich selbst liebe es, Musik zu schreiben. Aber ich habe bewusst den Job im Hintergrund gewählt. Als Songwriter und Produzent reicht es, wenn die Künstler mich kennen.

Findest Du es nicht schade, dass die Songwriter und Produzenten oft im Schatten der Künstler stehen, die mit ihren Songs Erfolg haben?
Nein, das gehört dazu. Ausserdem finde ich es toll, an einem Konzert im Publikum zu stehen und zu sehen, wie Deine Songs gefeiert werden. Dass mich niemand kennt und keiner weiss, dass ich die Songs geschrieben habe, finde ich sehr cool!

Das heisst, Du willst nicht auf die Bühne und selbst im Mittelpunkt stehen?
Früher gab's das. Aber ich habe schnell gemerkt, dass ich nicht auf der Bühne singen möchte. Ich will als Songwriter und Producer wahrgenommen werden. Auf der Bühne fühle ich mich einfach nicht wohl und viel zu unsicher. Auch Live-Interviews sind der totale Horror für mich.

Trägst Du deswegen eine Maske?
Auch, ja. Ich zeige mein Gesicht nicht, weil nicht ich im Mittelpunkt stehe, sondern die Musik. Aber die Maske hat noch einen weiteren Hintergrund. Ich schreibe Drehbücher für Comics. Ich habe den Superhelden Sir Gio erfunden. Er kämpft gegen das Böse, indem er mit Musiknoten auf seine Gegner schiesst.

Mit Musiknoten gegen das Verbrechen. Geht es darum, dass Musik Gutes bewirken kann?
Das denke ich auf jeden Fall, ja!

Für welchen Künstler würdest Du gern einmal einen Song schreiben?
Michael Jackson wäre mein grösster Traum gewesen. Leider ist das ja nicht mehr möglich. Jedoch bin ich meinem Wunsch ziemlich nahe gekommen: Für seinen Bruder Jeremaine Jackson durfte ich einen Song schreiben. Er kam sogar nach Wallisellen in mein Studio. Michael Jackson ist der Grund, warum ich überhaupt Musik mache.

Du hast bereits für die unterschiedlichsten Künstler verschiedenste Musik geschrieben. Von Coolio über Snoop Dogg bis hin zu Bligg und Nicole Bernegger. Ist es schwierig, herauszufinden, wie denn nun Sergio Fertitta alleine klingt?
Eigentlich nicht, denn ich bin in vielen Genres zuhause. Ausserdem klingen Songs immer so, wie man sie selbst interpretiert. Wenn ich einen Song singe, klingt er völlig anders, als wenn ihn nachher der Künstler singt. So werden die Songs automatisch zum eigenen Sound.

Dein Song "Not Alone" kommt ja offensichtlich besonders gut an.
Ja, ich habe schon sehr viele Reaktionen darauf erhalten. Offenbar berührt der Song die Zuhörer, was mich sehr freut.

Das Album hat eine Besonderheit: Alle Songs sind gleich schnell!
Genau! Es sind Pop-Songs mit Dance-Elementen und sie haben alle den gleichen bpm: Auf jeden Takt gibt es einen Schlag. Deswegen heisst das Album auch "Four To The Floor". Das war meine Herausforderung: Es zu schaffen, dass trotzdem jeder Song anders klingt. Und ich würde sagen, jeder Song dieser Platte hat Single-Potenzial.

Wie schreibst Du Songs?
Ich kann keine Noten lesen und habe keine Ahnung von Musik-Theorie. Ich arbeite seit ich denken kann nach meinem Gehör. Und das scheint zu funktionieren. Von Rock bis Jazz, von HipHop bis Elektro. Wenn die Leidenschaft stimmt, dann kann alles funktionieren. Musik ist mein Leben.

Hast Du denn überhaupt noch Zeit für ein Privatleben? Für eine Freundin?
Ich hatte eine längere Beziehung, aber es ist nicht einfach in meinem Job. Music is my first love. Ich weiss, dass ich bis ans Lebensende Songs schreiben möchte. Ob ich einmal Familienvater werde, kann ich nicht sagen. Es ist kein Lebensziel von mir. Aber man weiss ja nie!
Interview durchgeführt: Bettina Siegwart
Redaktion: Bettina Siegwart



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