INTERVIEW MIT PLÜSCH

© 2006 croci & du fresne fotografie

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Nach zwei Jahren Pause erscheint das lang erwartete dritte Album "Früsch gwäsche" von Plüsch. Wir haben Ritschi und Röschel zu einem Interview einladen dürfen.

hitparade.ch: Euer Album heisst "Früsch gwäsche" und auf dem Cover ist passend dazu eine Seife zu sehen. Was genau wollt ihr damit aussagen?
Röschel: Zum Albumtitel: Als dieser Albumtitel aufgetaucht ist, fanden wir, dass er gut klingt. Ausserdem ist er sehr passend zur Vorgehensweise, wie wir an dieses Album herangegangen sind. Schlussendlich ist es ja so, dass wir immer noch die gleichen fünf Typen in dieser Band sind. Aber wir sind jetzt viel konzentrierter.
Ritschi: Als dann dieser Name aufgetaucht ist, mussten wir uns zusammensetzen und besprechen, wohin jetzt die neue Richtung verlaufen sollte. Wenn man ein Jahr lang auf Tournee gewesen ist, hat halt jeder für sich wieder sehr viele Dinge erlebt und hat daher vielleicht wieder eine neue Herangehensweise an die Musik oder eine andere Idee. Also haben wir uns zusammengesetzt und haben Ideen gesammelt. Wir haben dann beschlossen, die Songs in der Basis anzupacken.
Röschel: Als wir die Songs dann hatten, mussten wir wieder überprüfen, ob der Titel überhaupt noch zu den Songs passt. Nach unseren Aufnahmen im Studio waren wir überzeugt, dass der Titel perfekt zum Album und zu den Songs passt. Es ist ja nicht so, dass es ein komplett neues Album vom Stil her ist, wir machen jetzt nicht Heavy Metal, Gothic oder Techno, oder so. Es sind immer noch wir fünf, die Musik machen und trotzdem haben wir das Gefühl, dass wir mehr Wert darauf gelegt haben, Elemente herauszuarbeiten. Jeder hat noch mehr an sich selbst gearbeitet. Die Vorgehensweise ist eigentlich das Neue. Das ist wie bei einem T-Shirt, das man in die Waschmaschine schmeisst: Es ist immer noch dasselbe T-Shirt, aber es kommt ein bisschen anders daher. Sauberer, oder vielleicht auch kleiner (lacht). Oder es hat eine andere Farbe, weil rote Socken dabei waren, oder so, alles schon passiert.
Ritschi: Die Seife kommt ja von früher, als man noch von Hand gewaschen hat. Das ist ja auch die Art, wie wir Musik machen. Wir sind ja auch live eine sehr handwerkliche Band. Wir lassen nichts mitlaufen, alles was man hört, machen wir auf der Bühne selber. Und alles andere fällt weg. Also, wenn auf der CD Streicher dabei sind und wir die live nicht umsetzen können, sind die Streicher dann live halt nicht dabei. Darum haben wir jetzt versucht, die Songs so zu schreiben, dass sie auch funktionieren, wenn nur wir fünf sie auf der Bühne wiedergeben können. Die Songs sollen einfach auch ohne das ganze "Ausmalen" funktionieren. Das ist vielleicht ein bisschen anders als bei den ersten beiden Alben. Dort haben wir Songs, die so nicht funktioniert haben und wir konnten sie dann präsentieren, indem wir mehrstimmige Gesänge gemacht haben, Streicher dazunahmen und 15 Gitarren brauchten… Irgendwann klingt dann jeder Song gut. Wir fanden jetzt einfach: Ein richtig guter Song kann erst dann gut sein, wenn er auch nur mit einer akustischen Gitarre und Gesang funktioniert.

hitparade.ch: Welches sind eurer Meinung nach die Highlights auf der neuen Scheibe?
Röschel: Da hat jeder seine eigenen Favourites. Ich kann meinen nennen: Mir gefällt "Meilestei" am besten. Auch "Kenne mi nüm" gefällt mir sehr gut und auch "Allei u wit wäg".
Ritschi: Für mich hat jeder Song etwas, was ich sehr cool finde. "Meilestei" finde ich musikalisch sehr interessant, da er von Anfang bis Ende immer irgendwie ähnlich bleibt. Nicht, wie man es von uns kennt, dass im Refrain immer noch mehr dazukommt. Er bleibt vom Anfang bis Schluss gleich unten. Auch gesanglich. Ich schreie beim Refrain nicht mehr als bei den Strophen. Auch "Weder da" find ich von der Machart her sehr schön. Das war ein Song, bei dem wir im Studio gerätselt haben: Wie wollen wir den machen? Wir wussten genau, wie der Song klingen sollte, doch wie wir es umsetzen wollten, wussten wir noch nicht. Dieser Song wurde sehr speziell, weil wir am Ende wieder darauf zurückgekommen sind, wie andere Bands früher aufgenommen haben. Wir hatten nur ein Mikrofon und alle standen von diesem Mikrofon so weit weg, dass dann auf dem Mixer alles etwa gleich laut war. Und bei "Wieder da" haben wir das Schlagzeug und den Flügel im gleichen Raum gehabt. So passierte es, dass das Schlagzeug dem Flügel aufs Mikrofon "seicht" und umgekehrt. Dies gab diesem Song eine gewisse Kraft. Für mich ist dieser Song einer der besten auf dem Album.

hitparade.ch: Eure erste Single-Auskopplung ist "Wunder passiere". Wieso gerade dieser Song?
Röschel: Wir haben diskutiert, was alles als Single möglich wäre. Jeder hatte da wieder seine eigenen Favoriten. "Wunder passiere" war aber bei jedem auf der Favoriten-Liste. Wie heisst es so schön in der Mathematik: Der kleinste gemeinsame Nenner. "Wunder passiere" stimmte für jeden, niemand hatte etwas dagegen, dass dieser Song an die Radios geht. Der Refrain hat einen hohen Wiedererkennungswert. Ein sehr plüschiger Song im Refrain. Die Strophe ist etwas funkiger, da fanden wir: Wieso nicht?
Ritschi: Er verbindet recht gut die Songs, die etwas neuer mit den Songs daherkommen, die man von uns gewohnt ist. Es hat von beiden Seiten Elemente drin.

hitparade.ch: Wie entstehen eure Songs? Passt ihr die Lyrics der Musik an oder schreibt ihr die Texte zuerst?
Röschel: Vielfach ist es zuerst die Musik. In 99% der Fälle ist es so, dass einer der Band, ob jetzt Bässler oder Pianist oder ich…, irgendeine Idee auf seinem Instrument hat, irgendein Lick oder so. Man nimmt es auf und wenn man ein gutes Gefühl hat, kann man es den anderen zeigen. Man ruft zum Beispiel Ritschi an und zeigt es ihm und fragt ihn nach seiner Meinung. Er muss sich vorstellen können, dazu einen Text oder eine Melodie zu verfassen. Dann setzt man sich zu zweit hin und versucht irgendetwas daraus zu machen. Wenn dann ein Grundgerüst da ist, geht man zur Band. Wenn dann jeder mit seinem Instrument dazukommt und seinen eigenen Input dazu gibt, dann ändert sich an diesem Song nachher nochmal sehr viel. Das ist eigentlich der normale Ablauf bei uns, wenn ein neuer Song entsteht.

hitparade.ch: Eure ersten beiden Alben waren in den Schweizer Charts extrem erfolgreich - inwiefern hat diese "Erfolgsvorgabe" die Arbeiten des neuen Werkes beeinflusst?
Ritschi: Man kann sagen: Eigentlich gar nicht. Keiner von uns hat gedacht, wir müssen jetzt beim neuen Album wieder Doppel-Platin machen. Für uns ist es wichtig, dass die Songs jedem passen und dies allein ist schon jedes Mal eine grosse Hürde. Wir haben alle verschiedene Ansichten, was Musik betrifft. Das war von Anfang an so und wir müssen immer wieder versuchen, all diese Vorstellungen unter einen Hut zu bringen, damit es für jeden von uns stimmt. So arbeiten wir. Wenn wir versuchen würden, ein Album zu machen, um damit möglichst viele Awards einzuheimsen, wäre das ein komischer Ansatz, um ein Album zu produzieren. Für uns steht im Vordergrund, dass es für jeden stimmt. Das haben wir dieses Mal wieder geschafft, wie auch bei den anderen beiden Alben. Lustigerweise ist es so, dass das Album ja eine Momentaufnahme ist. In dem Moment, in dem man am Album arbeitet, stimmt es für jeden. Dann vergeht ein Jahr und dann stimmt es vielleicht noch für 3 Personen. Deswegen ist es jedes Mal wieder ein neues Finden voneinander. Wie schon gesagt, sitzen wir am Anfang des Songwritings zusammen und sprechen einfach mal darüber, was die Wünsche sind und was vielleicht auf der Tournee gefehlt hat. Aufgrund dessen macht sich jeder seine eigenen Gedanken. Jeder trägt somit seine Seele in die Band.

hitparade.ch: Ist euch das Songschreiben beim dritten Album leichter von der Hand gegangen als bei den anderen Alben? Aus Gewohnheit?
Röschel: Einfacher wird es von mir aus gesehen nicht. Auch schwieriger nicht. Die Idee muss man einfach irgendwann haben, sie kommt oder sie kommt nicht. Bei den Texten weiss ich es nicht, ich habe bei diesem Album keinen Text geschrieben, da müsst ihr Ritschi fragen. Vom Handwerklichen her ist es wahrscheinlich schon einfacher, mit dem Reimen oder was für Worte man gebrauchen möchte. Aber schlussendlich muss die Idee zu einem Text von selbst kommen, das wird nicht einfacher.
Ritschi: Ja, es ist ja so, dass die Textideen durch Inspiration hervorgerufen werden. Man lässt sich von etwas inspirieren und Inspiration kann man ja nicht lernen, das ist ein Gefühl. Von daher ist eher die Frage, wo man sich diese Inspiration holen kann. Über diese drei Jahre hat man das vielleicht ein bisschen herausgefunden, wo und wie man sich am besten inspirieren lassen kann. Fürs Texten habe ich mich jetzt jeweils in Situationen begeben, in denen ich inspirierter bin. Wenn ich mit Leuten unterwegs bin, dann bin ich weniger inspiriert als wenn ich zuhause alleine staubsauge. Also, meine Wohnung ist blitzeblank (lacht). Meistens kommen die Ideen, wenn man etwas macht, wo es extrem unpassend ist. Beim Autofahren kommen die besten Ideen oder wenn man am Staubsaugen ist und man weiss: Wenn ich nicht bald fertig gesaugt habe, gibt's böses Blut! Oder auch, wenn man im Bett liegt und krampfhaft versucht, einzuschlafen. Wenn dann die Idee kommt, dann muss man sich sagen: So, jetzt ist es halt Zeit. Wenn man im Auto sitzt, heisst das: Anhalten, aufschreiben! Wenn man am Saugen ist, Staubsauger ausschalten, aufschreiben. Wenn man am Einschlafen ist, aufstehen, aufschreiben. Beim ersten Album war man da vielleicht noch nicht so bereit dazu, weil man nicht wusste, ob man jetzt wirklich nochmals aufstehen soll oder ob man es am nächsten Morgen nicht auch noch weiss. Mittlerweile weiss ich, dass dieses Gefühl am nächsten Morgen wieder weg ist. Man muss es dann machen, wenn es so ist. Das ist vielleicht etwas, das man lernt. Aber dass es einem leichter von der Hand geht, ist nicht so. Das Schreiben nachher, das ist immer Arbeit.

hitparade.ch: Ihr wurdet bereits zwei Mal mit dem Prix Walo ausgezeichnet - welchen Stellenwert haben solche Ehrungen für euch?
Röschel: Naja, das ist nichts, was man nicht will. Aber trotzdem nimmt es für mich keinen allzu hohen Stellenwert ein. Das, was mir an der ganzen Sache am wichtigsten ist, ist einfach das Musikmachen an sich, auf der Bühne zu stehen und zu spielen. Das gibt mir am meisten. Es ist ja komisch, Musik zu machen ist ja kein Sport. Im Wettkampfsport ist es ja so, dass man Erster werden will. Aber Musik macht man doch, weil man es einfach gerne macht.
Ritschi: Man fühlt sich in so einer Situation sicher sehr geehrt. Aber Preise von einer Fach-Jury haben für mich so einen MusicStar-Touch. Da sind dann irgendwie fünf Leute, jeder hat seinen Bereich, wofür er zuständig ist. Und die sagen einem dann: Ja, diese Musik ist super. Das finde ich komisch. Wenn es hingegen ein Publikums-Preis ist, den einem die Leute und die Fans geben, dann hat die ganze Band mehr davon. Das sagt uns: Es gibt den Fans etwas, die haben Freude an der Musik. Eine Fach-Jury wird halt bezahlt, damit die sich ein paar CDs anhören und dann einen Gewinner bestimmen. Aber da Musik so subjektiv bewertet wird und jeder seinen eigenen Geschmack hat, zählt es weniger, wenn die fünf Jury-Mitglieder sagen, sie wollen jetzt eine Mainstream-CD hervorheben und deswegen gewinnt Plüsch. Wenn sie dann eine CD hervorheben wollen, die viel wertvollen Stoff beinhaltet, dann gewinnt vielleicht wieder eine andere Band. Im Moment haben wir einfach das grosse Glück, dass wir so erfolgreich sind und das spielt bei solchen Preisen einfach eine grössere Rolle als die Musik, die man macht. Deswegen habe ich das Gefühl, dass solche Preise für uns nicht so ausschlaggebend sind.

hitparade.ch: Ist es nach den nationalen Erfolgen ein Ziel von euch, mit dem neuen Album auch den internationalen, zumindest den deutschen und österreichischen Raum, zu erobern?
Röschel: Also mit Englisch habe wir Mühe. Früher, als wir noch eine Coverband waren, haben wir englisch gesungen, aber von Perfektion war es weit entfernt. Wenn Ritschi jetzt auf einmal englisch singen würde, wäre es noch immer so. Über englische Songs haben wir noch nie nachgedacht, weil es einfach nicht gehen würde. Deutschland und Österreich? Da könnten wir es ja auf Deutsch probieren. Es wäre ein Versuch wert.
Ritschi: Keiner von uns hätte etwas dagegen, aber es ist auch keiner traurig, dass es nicht so ist. Wir würden unsere Musik nicht abändern, nur damit wir damit ins Ausland könnten. Wenn das Ausland meint: "Hey, wir wollen Plüsch auf Mundart hören!", dann find ich das toll! Dann wäre keiner von uns dagegen, das mal auszuprobieren. Aber wir forcieren das jetzt nicht, indem wir sagen, wir machen jetzt einen Song auf Deutsch, um den deutschen Markt erobern zu können. Das wäre unecht. Wenn wir etwas sind, dann aufrichtig. Wir stehen dazu, was wir machen. Musik machen ist bei uns Mundart, dann stehen wir auch im Ausland dazu. Als wir in Deutschland gespielt haben, fanden die das cool und haben auch CDs gekauft. Aber es wird sicher keine hohen Wellen schlagen, so dass wir in der deutschen Hitparade auftauchen würden. Auch wenn es bis Top 1000 ginge.

hitparade.ch: Du hast ja unter anderem auch schon mit Sina gesungen. Wie sieht es mit der Zusammenarbeit mit anderen Schweizer Künstlern aus?
Ritschi: Eine Zusammenarbeit ist im Moment nicht aktuell. Im Moment gibt es keine Projekte, bei denen wir mit jemandem arbeiten. Aber es ist sicher keiner von uns abgeneigt, mal etwas zu probieren, wenn sich etwas Cooles ergeben sollte. Ich finde es halt auch manchmal ein bisschen schade, wenn man das Gefühl hat, unbedingt etwas machen zu müssen und man sich sagt: Die Lovebugs haben jetzt etwas mit Lene Marlin gemacht, jetzt müssen wir auch. Das fände ich komisch. Wenn sich hingegen einfach etwas ergibt, wie damals mit Sina, dann hat sicher keiner etwas dagegen. Wenn es cool ist.

hitparade.ch: Stehen in euren Regalen viele CDs von Schweizer Bands?
Röschel: Ja, einige. Züri West, Patent Ochsner und Adi Stern. Ich habe jede CD von Adi Stern. Lovebugs…
Ritschi: Ja, ich habe erst kürzlich an einem Open Air viele Schweizer Bands gehört, die ich vorher noch nicht gekannt habe. Die Musikvielfalt in der Schweizer Musikszene ist so gross geworden, dass ich mir vorstellen könnte, ausschliesslich Schweizer CDs in meinem Regal vorzufinden. Dem ist aber nicht so. Aber ich habe schon einige.

hitparade.ch: Lässt ihr euch davon auch inspirieren?
Röschel: Ja, es gibt sicher viele Dinge, die einem gefallen. Es ist nicht so, dass man sich dann sagt, so will ich jetzt auch klingen. Aber unbewusst wird man von so vielen Sachen beeinflusst, die man hört. Das kommt dann beim Songwriting wieder zum Vorschein.

hitparade.ch: Habt ihr unter euren Songs einen absoluten Favoriten, den ihr auch live besonders gerne spielt?
Ritschi: Einer der komischsten Songs ist "Heimweh". Das ist ein Song, den keiner von uns mehr gerne im Band-Raum spielt, aber wenn wir live auf der Bühne stehen, "de fägt's!" Das macht einfach das Publikum aus. Kaum nehme ich die "Schnurregiige" in die Finger, beginnen die Zuschauer schon mit den Augen zu funkeln, weil sie hoffen, dass es "Heimweh" ist. Es ist ein cooler Song zum live Spielen. Wenn wir ihn aber im Band-Raum üben wollen, heisst es immer: "Müssen wir den spielen? Muss das sein? Den können wir doch noch!" Auf dem neuen Album haben wir ein paar Songs, bei denen ich mir vorstellen kann, dass sie live sehr gut ankommen werden. Ich freue mich schon "Allei u wit wäg" live spielen zu können.
Röschel: Nach der Show ist es oft so, dass zwei oder drei Favoriten darunter sind, auf die man sich dann jeweils wieder freut. Vielleicht auch vom Instrument her, dass es sehr interessant ist, einen Song zu spielen. Wenn man zum Beispiel als Gitarrist einen Song hat, bei dem man so richtig brettern kann, dann freut man sich, das macht Spass!
Ritschi: Dafür mag er die nicht, bei denen er ein Solo spielen muss.
Röschel: Ich bin kein Solo-Gitarrist!

hitparade.ch: Welcher Song, denkt ihr, kommt bei unseren Usern am besten an?
Röschel: Das kommt auf die Anzahl Reviews an. Ich denke, einer der eher weniger Reviews hat, ist wahrscheinlich höher bewertet.
Ritschi: Ich denke, es ist "Heimweh" oder "Häb's guet".
Röschel: Nein, ich glaube es ist ein unbekannter. Etwas vom ersten Album. Ich weiss es nicht. "Schutzängel" vielleicht.
Wir zeigen die Liste: "Schutzengel" ist auf Platz drei. Nummer eins ist "Nie meh zrugg".
Röschel: Den haben wir auf der ersten Tour gespielt, dann nie wieder (lacht). Aber siehst du, nur 7 Reviews!
Ritschi: Das ist der Durchschnitt! Ich meine, wenn bei "Heimweh" 52 Reviews sind und die Durchschnittsnote ist 5, das ist ja nicht so schlecht. "Kennsch" ist auf Platz 2? "Schutzengel" auf Platz drei kann ich nachvollziehen. Ich glaube, das ist ein Song, bei dem jemand, der ihn nicht cool findet, gar nicht auf die Idee kommt, das zu hinzuschreiben. Da haben sie Skrupel, zu schreiben, sie fänden ihn scheisse. Es scheinen schon die soften Songs zu sein, die ankommen. Danach kommt "Schöne Moment"…

hitparade.ch: Wie bei allen Anderen auch, kommen wir nun zu den aktuellen Top 10, die ihr bewerten könnt.

10. Shakira feat. Wyclef Jean - Hips Don't Lie
Röschel: Gefällt mir nicht
Ritschi: Geht mir auch so. Ich war in den Ferien, und da ist der Song überall gespielt worden. Aus jedem Cabrio hörte man "IIII'm on Tooonight" (lacht). Am dritten Tag dachte ich nur noch "Hey, neeei!" Meine Note hier wäre ein 2-3. Shakira finde ich eigentlich eine coole Frau. Aber hier gefällt mir nicht einmal das Video. Obschon es vielen Männern gefällt, aber mir nicht. Wenn mir jeweils ein Song nicht gefällt, aber er wird von einer schönen Frau gesungen, dann kann man sich wenigstens das Video anschauen. Aber hier nicht.

9. Lunik - Little Bit
Röschel: Tip Top! Gefällt mir sehr! Ich habe die neue CD noch nicht gehört, aber auf der Page konnte man schon vor zwei Wochen in die Songs hineinhören. Da habe ich alles durchgehört, es ist wirklich sehr schön.
Ritschi: Ich find es Hammer! Ich habe Jaël kennengelernt und ich finde, bei denen passt alles so gut zusammen. Bei denen habe ich das Gefühl, das wird eine Band sein, die auch im Ausland wieder mal charten wird. Vielleicht werden die nicht für extreme Furore sorgen, dafür ist die Musik zu sanft. Aber ich kann mir vorstellen, dass es den Leuten im Ausland gefallen könnte.

8. La Plage - Coup de boule
Röschel: Diesen Song kenne ich nicht.
Ritschi: Doch, der ist lustig! Ich finde das immer so lustig, dass jemand Scheisse baut und der Nächste verdient sich damit eine goldene Nase. Es ist ein lustiges Lied, aber es müsste meiner Meinung nach nicht in den Top 10 vertreten sein.

7. Tokio Hotel - Der letzte Tag
Röschel: Ich weiss nicht. So schlecht ist diese Musik nicht. Ich meine, man kann darüber diskutieren, wie sie aussehen, und so, aber die Musik ist gut gemacht. Wenn ich die CD einlege, höre ich, dass es handwerklich gut gemacht ist. Ob sie alles selber gespielt haben, ist eine andere Frage. Aber das, was da kommt, ist gut. Ich habe aber keine CD zuhause und höre den Sound auch nicht, aber es gibt Schlimmeres.
Ritschi: Bei Tokio Hotel sehen wir einfach, wie es Anderen mit uns geht. Man hört es einfach nicht, weil es uncool ist (lacht). Die Musik an sich ist nicht so schlecht. Als ich "Durch den Monsun" gehört habe, dachte ich anfangs, das ist ein cooles Lied. Als ich dann gesehen habe, von wem es ist, da dachte ich dann: Naja, ich würde es nie kaufen. Aber ich habe neulich ein Interview mit ihnen gesehen und ich muss sagen: Die wissen schon, was sie machen. Dafür, dass sie erst 17 Jahre alt sind, machen sie das nicht schlecht.

6. Nelly Furtado - Maneater
Ritschi: Finde ich den absoluten Burner! Ich finde den Song so geil! Als ich ihn zum ersten Mal gehört habe, dachte ich: Hää? Aber der Refrain ist der absolute Oberknaller. Den kann man so richtig laut aufdrehen. Mit dem Song würde ich mir richtig gerne die Ohren kaputtmachen.

5. Pussycat Dolls feat. Snoop Dog - Buttons
Ritschi: Das ist wieder etwas, wo man in erster Linie das Video schaut.
Röschel: Meine Rede!

4. Gnarls Barkley - Crazy
Röschel: Gnarls Barkley ist cool. Ist crazy.

3. Beyoncé - Déja-Vu
Ritschi: Das ist wieder ein Video-Lied.
Röschel: Ich kenne den Song nicht!
Ritschi: Egal! Es ist Beyoncé! Es ist sicher ein Video-Lied!
Röschel: Es ist einfach nicht meine Musik. Es ist alles so R'n'B-angehaucht und ein bisschen "hou hou" daneben. Ist mir jeweils zu kitschig aufgesetzt. Aber nett anzuschauen.

2. Justin Timberlake: SexyBack
Röschel: Ich kenne den Song nicht. Er kann gut tanzen (lacht).
Ritschi: Ich finde, Justin hat bewiesen, dass man auch aus einer Boy-Group heraus etwas Ernsthaftes machen kann. Mir gefällt diese Musik nicht sonderlich. Auch etwas zu fest R'n'B. Er hatte zwei oder drei coole Songs. Aber ich konnte mir das Album nicht kaufen, weil mir der Rest nicht gefallen hat. Ich bin einer, der keine Singles kauft, ich höre es mir nur im Radio an, wenn es kommt und dann freue ich mich darüber.

1. Rihanna - Unfaithful
Röschel: Rihanna ist auch etwas fürs Auge.
Ritschi: Ich finde den Song irgendwie geil. Das ist Céline Dion aus der heutigen Zeit. Früher habe ich mir Céline Dion oft angehört. Also, ich finde den Song geil. Etwas Tränendrüse und so.
Röschel: Zusammen mit dem Video ist es gut. Es ist etwas zum Sehen und zum Hören, find ich!
Ritschi: Vielleicht setze ich mich jetzt in die Nesseln, aber ich finde einfach, sie klingt immer ein bisschen gleich. Also, man könnte jetzt nicht ihre Stimme hören und sagen: DAS ist Rihanna. Sie hat eine Stimme wie viele Andere auch. Aber der Song ist super. Und sie ist sicher eine liebe.


Linktipps:
Höre ins neue Album "Früsch gwäsche" rein und gewinne signierte CDs
Discographie von Plüsch
Offizielle Seite von Plüsch

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