Let It Be ist das letzte erschienene Beatles-Album. Ursprünglich sollte es den Namen Get Back tragen. Obwohl es schon zu großen Teilen vor Abbey Road eingespielt worden war, erschien es erst danach, am 8. Mai 1970, zum gleichnamigen Film Let It Be. Dieses Album wurde nicht von George Martin produziert, stattdessen wurden alle Lieder nach der Studioaufnahme von Phil Spector, der vorher noch nie mit der Band zusammen gearbeitet hatte, überarbeitet. Insbesondere Paul McCartney war mit der Art, wie Spector das Album bearbeitete, nicht einverstanden. Ihm erschienen einige Titel zu sehr von Spectors Orchesterbegeisterung überladen.
Nach den Problemen und zahlreichen Streitigkeiten zwischen den Gruppenmitgliedern bei der Arbeit am Album The Beatles war es Paul McCartney, der als treibende Kraft nach einem Ausweg aus der Krise suchte. Ihm schwebte vor, die Gruppe wieder an ihre Ursprünge zurückzuführen, die Beatles als Live-Band zu reaktivieren. Seine Bandkollegen John Lennon und George Harrison zeigten sich wenig begeistert. Ein Konzert kam auf keinen Fall in Betracht, aber Harrison erklärte sich mit einem Film oder einer Fernsehshow einverstanden.
Ohne eine klare Vorstellung über das Projekt zu haben, fanden sich die Beatles am 2. Januar 1969 in den „Twickenham Film Studios“ ein, um Stücke für einen eventuellen Live-Auftritt zu proben. Für die Tonaufnahmen war Glyn Johns verantwortlich. George Martin hatte nach den Problemen bei den Aufnahmen für das Doppelalbum keine Lust, sich den Streitereien erneut auszusetzten. Da beschlossen worden war, die Arbeiten filmisch zu dokumentieren, wurde Michael Lindsay-Hogg als Regisseur engagiert.
Die Spannungen innerhalb der Gruppe hielten allerdings an und erreichten einen Höhepunkt, als George Harrison nach wiederholten Meinungsverschiedenheiten mit Paul McCartney am 10. Januar 1969 seinen Abschied von den Beatles erklärte und vorübergehend seine Mitarbeit am Projekt beendete. Harrison kehrte nach einigen Tagen zurück, aber die Idee einer Live-Fernsehshow wurde aufgegeben und statt dessen beschlossen, einen Dokumentarfilm über die Entstehung des neuen Beatles-Albums zu drehen. Die letzten Aufnahmen in Twickenham fanden am 16. Januar 1969 statt. Am 20. Januar 1969 zogen die Beatles in ihr eigenes Studio im Keller des Apple-Büros in der Londoner Savile Row um. Zwei Tage später begannen dort die ersten Sessions.
Die Stimmung bei den Aufnahmen besserte sich. Zum einen, weil die Beatles sich im eigenen Studio wohler fühlten als in der unpersönlichen Umgebung des Filmstudios, zum anderen, weil Billy Preston auf Einladung Harrisons zur Gruppe stieß. Durch seine Anwesenheit bemühten sich die Beatles um einen freundlicheren Umgang miteinander. Bis zum Ende des Monats entstanden zahlreiche Aufnahmen – die meisten allerdings wenig strukturiert - in spontanen Jam-Sessions. Die Gruppe spielte dabei neben einigen neuen eigenen Stücken viele Cover-Versionen aus der Rock-’n’-Roll-Ära. Die abschließenden Aufnahmen fanden am 30. und 31. Januar 1969 statt. Am 30. Januar begab sich Gruppe – unterstützt von Billy Preston am Keyboard – auf das Dach des Apple-Gebäudes und spielte dort ihr letztes Live-Konzert. Gespielt wurden die Stücke Get Back, Don’t Let Me Down, I’ve Got a Feeling, One After 909 und Dig a Pony, einige davon mehrfach. Am folgenden Tag wurden die Lieder aufgenommen, die für den Auftritt auf dem Dach nicht geeignet waren. Es handelte sich dabei um das akustische Gitarrenstück Two of Us und die Klavierstücke The Long and Winding Road und Let It Be.
Anfang März 1969 übertrugen Lennon und McCartney Glyn Johns die Aufgabe, sich um die Fertigstellung des Albums zu kümmern. Johns stand vor dem Problem, aus den zahlreichen Stunden aufgenommener Sessions – viele davon chaotisch und wenig inspiriert – genügend Material zu finden, das für eine Veröffentlichung geeignet war. Johns erarbeitete mehrere Versionen, wobei er darum bemüht war, die Aufnahmen möglichst natürlich und „unbehandelt“ klingen
Bereits im Januar '69 unter schwierigen Umständen aufgenommen, doch erst im Mai 1970 als letzte Beatles LP veröffentlicht... Nicht ihre beste Platte, auch wenn mit dem wunderschönen Tieltrack "Let it be" (die LP-Version ist einfach geiler als die Single...), der bereits 1968 geschriebenen Lennon-Nummer "Across the universe", dem melanchlisch-kalten "The long and winding road" mindestens drei sensationelle Songs enthalten sind! Auch "Get back", "I me mine" und "Two of us" sind ok - der Rest ist aber schon nicht so prikelnd. "Abbey road" - die eigentlich letzte Beatles-Platte - wäre ein würdigender Abschluss gewesen!!
Was als letzte offizielle Beatles-LP über die Ladentische ging war bestenfalls durchschnittlich. Bis auf das wunderschöne "Let it be" kann kein Song so recht überzeugen, leider ein mässiger Schwanengesang. Die LP eroberte dann aber doch am 23.05.1970 für 3 Wochen die # 1 in den UK Charts. Länger dauerte der Erfolg trotz vorheriger Trennung nicht, einerseits, weil das Album zu schlecht, andererseits, weil die Konkurrenz mit dem Simon and Garfunkel-Album "Bridge over troubled Water" zu gut war.
Vorhang auf für den letzten Akt der märchenhaften Beatles-Story. Als am 27.10.1962 „Love Me Do“ die erste Beatles Platte Platz 27 der britischen Hitparade erreichte, ahnte die Popwelt noch nicht, welcher Orkan über sie einbrechen sollte. Als „Please, Please Me“ im Februar 1963 Nummer 1 in England wurde, war daß der Startschuß zur größten Musikinvasion, die je von Großbritannien ausgegangen ist. Im Kielwasser der Beatles eroberten junge und unbekümmerte Gruppen wie Rolling Stones, Who, Kinks usw. mit ihrer aggressiven Musik die Hitparaden der Welt. Nicht nur, daß diese Gruppe anders spielten, als alles bisher dagewesene. Mit ihrer Musik und ihrem Outfit (lange Haare) verkörperten sie das Lebensgefühl einer anbrechenden Ära und waren nebenbei auch das Sprachrohr der nach dem zweiten Weltkrieg geborenen Generation. Im Gegensatz zum doch recht braven Rock’n‘ roll der 50er Jahre wirkten diese Bands und ihre Musik wild, roh und ungehobelt, und machten nebenbei eine verteufelt gute Musik. Endlich hatte die Jugend ihre Musik, ihre Mode und vor allem ihre Lebensanschauung, mit der sie sich gegen die konservative und spießige Gesellschaft auflehnen konnte. Die Geschichte der Beatles begann in den späten 50er Jahren in Liverpool, als die Schulfreunde John Lennon und Paul Mc Cartney zusammen mit George Harrison, Stu Sutcliffe und Pete Best die Skiffleband The Querryman gründeten, aus denen später die Silver Beatles und dann die Beatles wurden. 1962 ersetzte Ringo Starr Pete Best am Schlagzeug. Bis zu ihrem ersten Hit folgten endlose Tourneen durch englischen Clubs und auf der Reeperbahn (Legendär sind ihre Auftritte im Kaiserkeller und im Starclub), die die Jungs zu versierten Musiker reifen ließen. 1961 nahmen sie als Begleitband „The Beat Brothers“ des damals bekannten Rocksängers Tony Sheridan unter der Regie des deutschen Bandleaders und Produzenten Bert Kaempfert eine LP auf. Als für die Beatles der ganz große Erfolg kam, wurden aus dieser LP das Stück „Skinny Minnie“ ein Hit. Keine andere Gruppe vor und erst recht nicht nach ihnen beeinflußte die populäre Musik so nachhaltig wie die Beatles aus Liverpool. Spielten sie in ihrer Anfangszeit einen Rhythm and Blues Verschnitt, so wurde ihre Musik in den folgenden Jahren immer ausgefeilter und komplexer. Lennon und McCartney experimentierten mit allen Spielarten der populären Musik und verarbeiteten diese Stile unverwechselbar in den typischen Beatlessound ein. Ob Elemente aus Klassik, Soul, New Orleans Jazz oder Indische Musik, nie hatten sie Berührungsängste mit dem Fremden und Ungewohnten. Und keine andere Gruppe der populären Musik hatte international so viele Hits wie die Fab Four. Allein mit ihren Nummer 1 Hits „Please, Please Me“, „From Me To You“, „She Loves You“, „I Wanna Hold Your Hand“, „Can’t Buy Me Love“, A Hard Day’s Night“, „I Feel Fine“, „Ticket To Ride“, „Help“, „Paperback Writer“, „Yellow Submarine“, „Penny Lane“, „All You Need Is Love“, „Hello Goodbye“, „Hey Jude“, „Ob-La-Di, Ob-La-Da“, „Get Back“, „The Ballad Of John And Yoko“, „Come Together/Something“, „Let It Be“ und „The Long And Winding Road“ hatten sie mehr Hits als die meisten Gruppen in ihrer gesamten Karriere. Nachdem sie sich 1967 offiziell von der Bühne zurückgezogen hatten, verkrochen sie sich in den Studios und produzierten Alben, die für die damalige Zeit ungewöhnlich waren. Die Alben „Rubber Soul“ (1965), „Revolver“ (1966), „Sgt. Pepper‘s Lonely Hearts Club Band“ (1967), und „The Beatles“ (1968) – auch besser bekannt als „Das weiße Album“ – zählen aufgrund ihrer Genialität zu den besten Album, die je eine Rockgruppe aufgenommen hat. Mit diesen Alben fanden sie auch eine interessierte Fangemeinde in Intellektuellenkreisen. Mit ihrer Musik, einfach und komplex zugleich, bedienten sie jede Bildungs- und Gesellschaftsschicht. Auch auf anderen Gebieten waren die Fab-Four sehr erfolgreich. Ihre Kinofilme „A Hard Days Night“ und „Help“, zwei herrlich schräge Komödien, waren sehr zur Freude der Kinobesitzer absolute Kassenschlager. In diesen Filmen bewiesen die Jungs eindrucksvoll, daß sie sich selber nicht ganz ernst nahmen. Als am 21.08.1967 ihr Manager Brian Epstein tot in seinem Londoner Haus aufgefunden wurde begann der langsame Abstieg der Beatles. Als neuen Manager verpflichteten sie Allan Klein. Doch der windige Amerikaner verfügte auch nicht im Ansatz über das musikalische Gespür eines Brian Epstein. Mit Klein erlebte die Gruppe ihre ersten Pleiten. Ihr Film „Mystery Magical Tour“ erwies sich als Flop und ihren eigene Plattenfirma Apple-Records warf bei weitem nicht die Gewinne ab, die sich erhofft hatten. Zudem kam es zwischen John Lennon und Paul Mc Cartney immer öfters zu Spannungen. Als John 1969 mit seiner Frau Yoko Ono die Plastic Ono Band gründete und erste Erfolge mit dieser Gruppe erzielen konnte, war das Ende der Beatles nur noch eine Frage der Zeit. Im Jahre 1970 endete das wohl bedeutendste Stück Rockgeschichte mit dem Split der Fab-Four aus Liverpool. Für die Fans war klar, wer für das Ende der Beatles verantwortlich war: Yoko Ono. Über die wahren Gründe kann man nur spekulieren. Für die Plattenfirma EMI, die Apple-Records als Unterlabel betrieben, erwies sich der Split indes als wahrer Segen, denn in den folgenden Jahren, bis zum Ende von Apple, landeten John, Paul, George und Ringo mit ihren Singles und LP’s einen Hit nach dem anderen und die alten Platten der Fab-Four verkauften sich obendrein noch riesig. So konnte EMI aus dem Ende der Beatles gleich fünffaches Kapital schlagen (nach dem Ende von Apple-Records wechselten John und George zu Warner und Ringo zu Polydor, lediglich Paul blieb der EMI erhalten). Angesichts des nahenden Endes wirkt ihre letzte gemeinsame LP „Let It Be“ wie ein Vermächtnis und Abgesang zugleich. Im Gegensatz zu den vorangegangenen Alben wirkt „Let It Be“ eher wie die lustlose Pflichterfüllung einer Supergruppe. Was bei den Beatles wie Pflichterfüllung klingt, wäre für andere Gruppen schon die Krönung ihres Schaffens. Obwohl sich John Lennon und Paul McCartney zu diesem Zeitpunkt nichts mehr zu sagen hatten und allenfalls noch eine geschäftliche Beziehung pflegten, haben die beiden mit „Get Back“, „Let It Be“ und „The Long And Winding Road“ noch einmal drei herausragende Stücke geschrieben. Allerdings muß man berücksichtigen, daß die Aufnahmen für dieses Album schon im Frühjahr 1969 stattfanden, 1970 wären sie wohl nicht mehr möglich gewesen. John und Paul waren zu diesem Zeitpunkt dermaßen zerstritten, daß Anfang 1970 eine vernünftige Zusammenarbeit der beiden wohl nicht mehr möglich gewesen wäre (Außerdem hatte John mit dem Kapitel Beatles schon abgeschlossen und bereits 1969 eine Solokarriere gestartet. Er baute gemeinsam mit Yoko Ono The Plastic Ono Band auf und mit den Singles „Give Peace A Chance“, „Cold Turkey“ und „Instant Karma“ fand er gleich Anschluß an die Erfolge der Beatles). Gerade in diesen drei Stücken („Get Back“, „Let It Be“ und „The Long And Winding Road“) ist alles vereint, was halt gute Titel der Beatles ausmacht. Und mit „Let It Be“ (auf der LP in einer etwas längeren Version als auf Single) haben sie einen der besten und schönsten Titel des Beatles-Gesamtwerks überhaupt geschrieben. Was das Album auszeichnet, ist einmal mehr die musikalische Vielfalt, auch wenn diese nicht mehr so zwingend ist, wie auf den vorangegangenen Werken. Mal klingen sie wie Simon & Garfunkel („Two Of Us“), rockig („I Me Mine“, „I’ve Got A Feeling“, „One After 909“), leicht bluesig („For You Blue“, „Dig A Pony“) und leicht schwülstig („Across The Universe“). Dazu kommen mit „Dig It“ und „Maggie Mae“ zwei Stücke mit einer Laufzeit von je unter einer Minute, die man eher als Füller bezeichnen kann. Alles in allen ist „Let It Be“ ein eher mittelprächtiges Album, das sich die Gruppe angesichts des bevorstehenden Endes hätte sparen können. Aber was heißt bei den Beatles schon mittelprächtig? „Get Back“, „Let It Be“, „The Long And Winding Road“ und –mit Abstrichen- „Across The Universe“ und „Two Of Us“ sind eh schon ein ganzes Album wert. Diese Stücke sowie die George Harrison-Komposition „For You Blue“ bewegen sich meines Erachtens im Bereich von 5 und 6 Sternen. Wie bei allem von den Fab-Four kann man „Let It Be“ entweder nostalgisch verklären oder verfluchen. Eine Bewertung von 5 Sternen halte ich für das Album für durchaus angemessen.
"Let it Be", "Get Back", "The Long and Winding Road" und auch "Across the Universe" sind sehr stark, ansonsten klingt das Album in seinem Gesamtheit etwas unausgegoren, was vielleicht an den Komplikationen innerhalb der Band gelegen haben mag. Keine Totalausfälle, aber auch nichts, was dieses Werk besser oder überzeugender machen würde als der Vorgänger "Abbey Road". Wahrscheinlich war es hier wirklich besser gewesen die Notbremse zu ziehen, um jeder für sich weiterzumachen. Ist ja auch tolle Musik dabei rausgekommen.
"Ihr werdet alle etwas verlieren. Und zwar solch geniale, emotionale und perfekte Songs wie diesen." So etwa muss die Botschaft gewesen sein, welche sich auf 'Let it Be' bezogen hätte.
Hier zeigen unsere grossen, ewigen Wunderkinder nochmals ihre Extra-Doppel-Rahm-Schokoladenseite.
Von mir gäbe es wahrscheinlich etwa eine 4,49 ==> da muss ich eben abrunden. Tolle Songs (Get Back, Let It Be, Across The Universe, The Long And Winding Road) wechseln ab mit Schwachsinn (Dig It, I Me Mine).
Für mich nach Abbey Road das beste Beatles Album, noch vor Sgt. Pepper. Vielleicht schwer zu begründen, aber die Direktheit und Einfachheit der Songs haben es mir angetan. Mit einfachsten Mitteln grosse Musik geschaffen. (NB: Auch "Let it be naked" ist gut - aber was anderes) Zuletzt editiert: 16.04.2011 01:33
Paul bemüht sich noch einmal und kreiert "Let it be" und "Long and winding road", vielleicht auch noch "Two of us", John schafft gerade noch "Across the Universe", Georg kopiert sich selbst und Ringo ist nicht vorhanden. Der Rest wirkt retromäßig, aber die Frische von früher fehlt. Wahrscheinlich hatte jeder seinen Kopf schon bei den danach erfolgreichen Soloprojekten und mit dem Zustandekommen des Albums nicht allzu viel zu tun. Kein Meilenstein, aber wegen des genialen Titelsongs bemerkenswert. Zuletzt editiert: 28.10.2011 19:36
Das zuletzt erschienene Studio-Album der Beatles wird meiner Meinung nach leider etwas unterschätzt. Es enthält vier ihrer absoluten Songklassiker, die auch dem nur durchschnittlich interessierten Popmusik-Freund bekannt sein dürften. 'Let It Be': Der Titelsong, ein gnadenloser, melodiöser Ohrwurm, der wohl zu den 5 meistgespielten Songs der Beatles zählen dürfte. 'Get Back':, Knackige unwiderstehliche 'Back to the Roots'-Nummer mit Gastmusiker Billy Preston an den Keyboards. 'The Long And Winding Road': ihre wohl sentimentalste Ballade überhaupt, wundervoll von Phil Spector mit Streichern arrangiert, wenn da Paul McCartney auch anderer Meinung ist. 'Across The Universe': von John Lennon stammender transzendentaler, träumerischer exzellenter Song.
Neben diesen bekannten Stücken gibt es eine Reihe weiterer Songperlen, die leider oft übersehen werden. Im einzelnen: 'Two Of Us': Sehr folkig, im Duett gesungen. Lennon/McCartney auf den Spuren von Simon & Garfunkel. 'I Me Mine': Georg Harrison-Komposition. Wundervolle weiche Melancholie in den Strophen, als Gegensatz dazu ein rockiger Refrain. 'I've Got A Feeling': rockige Nummer, die viel Leidenschaft ausstrahlt. 'I Dig A Pony': John Lennon's toller bluesiger Beitrag, Yoko Ono gewidmet. 'One After 909': Da singen Paul und John beseelt im Duett,feine Rock'n'Roll-Nummer. 'For You Blue': George Harrison-Song. Eher relaxt und beschaulich.
Für mich ein wenig außer Konkurrenz laufen die beiden jeweils nicht mal eine Minute dauernden Songfragmente 'Maggie Mae' und 'Dig It', die zwar andeuten dass darin Potential steckt, aber einfach zu kurz sind. Statt dieser beiden eher überflüssigen Tracks hätte man vielleicht auf George Harrison's 'All Things Must Pass' zurückgreifen können, das eigentlich für dieses Album vorgesehen war, letztendlich aber ein paar Monate später als Titelsong des immens erfolgreichen Solo-Albums des 'stillen' Beatles erschien. Bewertung: Auf jeden Fall 6*.