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Omen
Battle Cry

Album
Jahr
2017
6
3 Bewertungen
Tracks
CD
10.02.2017
Metal Blade 3984-14215-0 / EAN 0039841421507
Omen
Discographie / Fan werden
Reviews
Durchschnittliche
Bewertung
6

3 BewertungenOmen - Battle Cry
19.06.2008 18:38
"...you'll die by the blade!!"

METAL! Und zwar 100%! Wunderbar, pur, schön, kraftvoll, bildlich - dafür stehen OMEN.

Die Band formierte sich 1983 in Los Angeles um der Musik zu fröhnen, die sie lieben; NWoBHM, nur eben der Zeit angemessen ein bisschen melodiöser, was auf Power Metal heraus lief.
Ganz deutlich zu erkennen ist die Leidenschaft für die englischen Metal-Helden Iron Maiden, die eine ganze Generation von Musikern geprägt haben - heute ist aus Maiden zwar eine Klischeetruppe für Kindergarten-Headbanger geworden, in den ganz frühen 80ern wussten sie jedoch wie kaum eine andere Band den Geist des NWoBHM zu verkörpern.

OMEN kennt der geneigte Metal-Fan vom "Metal Massacre V"-Sampler aus dem Jahr 1984; neben Hellhammer, Overkill, Metal Church oder Voivod konnten sie den Track "Torture me" platzieren und Brian Slagels Metal-Label "Metal Blade" nahm die 4 Kämpfer unter Vertrag und so konnte noch 1984 das vorliegende Hammerprodukt eingezimmert werden; "Battle cry"!

Die brillante Scheibe enthält 10 Kompositionen; alles Hymnen, alles Killer, alles geile Songs mit wunderbaren Melodien, einer stetigen Melancholie und dennoch Kraft, Ausdruck und unheimlich viel Charisma! KEIN Füller, so gut wie keine Schwachpunkte - astreinen Metal mit epischen Zügen für alle Fans von Iron Maiden, Satan, Blitzkrieg, Savage Grace (bei denen Gitarrist Kenny Powell davor zockte), alte Manowar, Demon oder Warlord.
Schade, dass Omen heute weitgehendst vergessen scheinen - manch ein Nachwuchs-Banger würde diese Platte wohl mit Handkuss entgegen nehmen - besonders da heute der Metal wieder so hoch im Kurs steht wie schon seit 20 Jahren nicht mehr.

Eröffnet wird gleich superstark mit dem Maiden-mässigen "Death rider" - witzigerweise wuchteten Overkill mit einem Song mit demselben Namen mit Omen auf dem "Metal massacre"-Sampler! Ist aber nicht derselbe Song ;-)! Klasse Gitarren, viel Melodie und die rauhe, messerscharfe und stolze Stimme von Frontkrieger J.D. Kimball (gestorben 2003); er kann die Emotionen der Songs wunderbar transportieren, klingt eigenständig und kraftvoll; sein Vorbild Paul Di Anno von Iron Maiden, zweifelsohne ein klasse Sänger, konnte diese Emotionen zu keiner Zeit dermassen intensiv vermitteln wie Kimball!

Einzelne Highlights müssen nicht zwangsläufig aufgezählt werden; die ganze Platte ist ein einziges Highlight!
"Die by the blade", "Last rites", der fast schon Speed Metal mässige Powertrack "Prince of darkness" (erinnert im Intro an Maidens "Phantom of the opera") - was für ein Song - der leicht an Manowar erinnernde (auch textlich) Titeltrack "Battle cry", das Maiden-mässige "Bring out the beast" sowie der Rausschmeisser "In the arena" (eine Hymne mit wunderschönem, opernmässigem Gesangsintro); alles blueprints of Heavy Metal, die jedem Fan von melodiösem, jedoch rauhen, ursprünglichen Metal das Herz mit Glück und Freude erfüllen! Klasse was uns die Amis da geschenkt haben!

"Battle cry" ist für mich das Referenzwerk von Omen, auch wenn die 2 nachfolgenden Hammerscheiben "Warning of danger" (1985) und "The curse" (1986) dem vorliegenden Werk in so gut wie nix nachstehen; ich kannte einfach "Battle cry" zuerst, insofern ist das eben meine Lieblingsscheibe; the first cut is the deepest!
Und hier war es ein verdammt tiefer cut.. klare 6*! Coverartwork jedoch: 1*!
Die US-Metallegende OMEN mit ihrem stärksten Album. Kimballs Gesang ist einmalig in der Metalszene und hört man aus hunderten von Stimmen sofort raus. "Death Rider", "The Axeman", "Last Rites", "Dragon's Breath", "Battle Cry" und das schnellste Stück "Prince Of Darkness" sind meine Favoriten.
Great