Slik - Slik

Cover Slik - Slik
LP
Bell SYBEL 8004
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LP
Arista AL-4115
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CD
7T's GLAM CD 28
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Keine Platzierungen in der offiziellen Schweizer Hitparade.
Slik wurde 1972 als Salvations gegründet. Lange Zeit tingelten Midge Ure, Jim McGinley, Kenny Hyslop und Billy McIssac durch die britische Provinz, ohne das sich eine Plattenfirma für interessierte. Nachdem sie 1975 den Film „That’s Entertainment“ gesehen hatten, kamen sie auf die Idee, ihr Image zu ändern. Die glatte Atmosphäre der Hollywood-Revuefilme veranlaßte sie, sich in Slik umzutaufen und sich ein Spätfünfzigerjahre-Outfit zuzulegen. Gestylt als US-Collegboys mit Kurzhaarfrisuren und Baseball-Hemden traten sie nun auf den Plan. Und das mit Erfolg. Das britische Erfolgsteam Bill Martin und Phil Coulter, die knapp ein Jahr vorher schon die Bay City Rollers an die Spitze geführt hatten, nahmen Slik unter ihre Fittiche und produzierten mit ihnen Ende 1975 die Single „Forver and ever“. Kaum war die Single auf dem Markt, da war sie schon Nummer 1 in England. Die Tatsache, daß Mitte der 70er Jahre die Mitglieder einer Popgruppe mit kurzen Haaren auftraten, erregte einiges Aufsehen. Was heute selbstverständlich ist, war damals eine mittlere Sensation. Ein Konzert im ausverkauften Glasgower „Apollo Theatre“ löste eine Massenhysterie aus. Die Teenagerpresse feierten Slik flugs als die neuen Heroen am Pophimmel und prophezeiten ihnen eine große Zukunft. Der „New Musical Express“, England führende Popzeitschrift, schrieb über Slik: „Diese Gruppe wird im Teeny-Markt ganz schwer aufräumen.“ In der Tat, mit ihrem Outfit und ihrer Musik, in deren Mittelpunkt eine sakrale Orgel stand, boten sie Abwechslung im Einheitsbrei der Teeniebands. Allerdings dauerte ihre von der Musikpresse prophezeite Zukunft nur knapp ein Jahr, denn nach den weiteren Hits „Requiem“, „The kid’s apunk“, „Don’t take you love away“ und „Dancerama“ war auch schon das Ende der Fahnenstange. Nach diesen Hits und einer LP löste sich Slik 1977 auf. Bis auf Midge Ure verschwanden die Mitglieder der Gruppe in der Versenkung. Nach einem kurzen Gastspiel bei Thin Lizzy startete er zusammen das Projekt Visage. Doch noch ehe Visage Erfolg hatte, stieg er wieder aus. Er schloß sich Mitte 1980 Ultravox an und ersetzte dort John Foxx. Diese Gruppe gab es bereits seit 1972. Zwischen 1977-1979 hatten sie drei hervorragende Alben auf den Markt gebracht, die guten New Wave boten, von den Kritikern hoch gelobt wurde, aber nur mäßige Verkaufserfolge waren. Mit Midge als Sänger und Gitarrist startete die Gruppe jetzt richtig durch. Hier stellte er seine außergewöhnlichen Fähigkeiten als Sänger und Songschreiber eindrucksvoll unter Beweis. Sein Einstiegsgeschenk „Vienna“ brachte Ultravox den ganz großen Durchbruch und wurde Anfang 1981 Nummer 1 der englischen Hitparade.

(Auszug aus „Ballroom Blitz“, Claus Salewski, REO-Editions)

Tracks

05.1976
LP Bell SYBEL 8004
1976
LP Bell 062-97 749
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1.Dancerama
5:46
2.Darlin'
4:06
3.Bom-Bom
3:19
4.Better Than I Do
4:50
5.Forever And Ever
  3:35
6.Requiem
  4:55
7.Do It Again
2:53
8.When Will I Be Loved
4:03
9.Day By Day
3:43
10.No We Won't Forget You
5:27
   
1976
LP Arista AL-4115
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1.Forever And Ever
  3:35
2.Don't Take Your Love Away
  4:02
3.The Kid's A Punk
4:08
4.When Will I Be Loved
4:03
5.Requiem
  4:55
6.Darlin'
4:06
7.Do It Again
2:53
8.Better Than I Do
4:50
9.Bom-Bom
3:19
10.Dancerama
5:46
   
21.05.2007
Reissue - CD 7T's GLAM CD 28 / EAN 5013929042827
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1.Dancerama
5:44
2.Darlin'
4:06
3.Bom-Bom
3:20
4.Better Than I Do
4:50
5.Forever And Ever
  3:37
6.Requiem
  4:54
7.Do It Again
2:54
8.When Will I Be Loved
4:01
9.Day By Day
2:52
10.No We Won't Forget You
5:17
11.Boogiest Band In Town
3:08
12.Hatchet
2:21
13.Again My Love
3:13
14.Everyday Anyway
2:24
15.The Kid's A Punk
4:05
16.Slik Shuffle
2:24
17.Don't Take Your Love Away
  4:01
18.This Side Up
2:57
19.I Wanna Be Loved
2:35
20.It's Only A Matter Of Time
2:53
21.No Star
3:35
22.The Getaway
3:11
   

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Singles - Schweizer Hitparade
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Reviews

Durchschnittliche Bewertung: 5 (Reviews: 3)
21.05.2006 15:12
Voyager2
Member
*****
Die erste LP ist eine äußerst interessante Angelegenheit, denn sowohl vom musikalischen Können von Midge Ure, Jim McGinley, Kenny Hyslop und Billy McIssac als auch von der musikalischen Qualitäten unterschieden sich Slik gewaltig von den führenden Teeniegruppen jener Zeit. Das Album beginnt mit dem fast 6 Minuten langen „Dancerama“, das als Single im Mai 1977 ihr letzter Hit war. Zwar beginnt das Stück mit der auf ihren Singles üblichen markanten sakralen Orgel, wechselt aber schnell in einen treibenden Beat über, durchsetzt mit satten Bläsereinlagen. „Darlin‘“ ist ein sanfte Ballade im Stil der frühen 60er Jahre. Der Gesang erinnert etwas an Paul McCartney. Zwar ist „Darlin'“ im großen und ganzen nichts besonderes, weiß aber zu überzeugen. Völlig ungewohnt klingt „Bom-Bom“, durchsetzt mit flotten Sambarhythmen, satten Bläsersätzen und einem rockigen Gitarrensolo von Midge Ure. „Better Than I Do“ ist eine herrlich verträumte Ballade, unterlegt mit sanften Pianoakkorden, sanftem Rock und sehr schönen Chorgesang. „Forever And Ever“, ihr großer Hit, bietet zwar althergebrachten Pop, weiß aber dank seines ungewöhnlichen Arrangements zu überzeugen. Dank der sakralen Orgel im Intro gehört dieses Stück zu den markantesten Hits der zweiten der Hälfte der 70er Jahre. Wenn man Sliks Version einmal mit der zeitgleich entstandenen Version der damals erfolgreichen Teenieband Kenny (ebenso wie Slik von Phil Coulter produziert) vergleicht, dann weiß man, welch großer Wurf Slik hier gelungen ist. Im gleichen Kielwasser wie „Forever And Ever“ bewegt sich „Requiem“, als Single Mitte 1976 Sliks zweiter Hit. Auch hier steht eine sakrale Orgel im Vordergrund, untermalt von einem bombastisch klingenden Chor. Mit Sicherheit hätte „Requiem“ seinerzeit mehr Beachtung verdient gehabt. „Do It Again“ klingt etwas nach Westcoast-Rock und bietet angenehme und hörenswerte Unterhaltung. Ebenfalls nicht schlecht ist ihre angerockte Version des Everly Brothers Klassiker „When Will I Be Loved“. Im Gegensatz zu der fantastischen Version von Linda Ronstadt wirkt ihre Interpretation von „When Will I Be Loved“ eher unauffällig. Der Poprocker „Day By Day“ ist der einzige Titel auf dem Album, der sich musikalisch an die Bay City Rollers oder Kenny orientiert. Kurzum, „Day By Day“ ist der einzig schwache Titel auf dem Album. Der schwächste Titel wird vom besten Titel des Album abgelöst. Die einschmeichelnde Ballade „No We Wont Forget You“ beginnt wenig spektakulär, steigert sich aber nach und nach. Die Orgeleinlagen und die Orchesterarrangements erinnern angenehm an frühe Nummern der Moody Blues. Der lange Instrumental im Fade-Out mit Midge Ures Gitarrensolo ist hinreißend! Mit ihrem Debütalbum ist Slik ein ganz großer Wurf im Bereich der Popmusik gelungen. Schade nur, daß der plötzliche Erfolg auch gleichzeitig das Ende von Slik war. Die Band hat richtig gute Musik gemacht, daß Debütalbum stellt das eindrucksvoll unter Beweis. Wer guten 70s Poprock mag, der sollte sich unbedingt dieses Album einmal anhören. Es ist eine kleine Perle.

Basycone
Member
******
Dem kann ich ich mich nur anschliessen. Ein wirklich gelungenes Album. Eigentlich nur Schade, dass die Band nur eine kurze Zeit zusammen war.

Widmann1
Member
****
Ich bin ein Midge-Jünger und habe mir die Titel deswegen ein paar mal angehört, ohne ihn rauszuhören.
Dass hier die beiden Songschreiber der Bay City Rollers am Werk waren, hört man deutlich raus.
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