RHYTHM OF THE CHARTS
Der wöchentliche Blick auf die Schweizer Hitparaden.

Woche 12/2001

Angelic Elle'ments:
Keine Bewegung an der Spitze der Singlecharts: No Angels stehen unverändert an der Spitze im gesamten deutschsprachigen Raum - seit sechs Wochen in Deutschland, seit fünf Wochen in der Schweiz und seit vier Wochen in Österreich. Für uns bedeutet das, daß es im ersten Quartal des Jahres ganze zwei Singles gab, die die Spitze besetzt haben. Doch dies ist noch wenig im Vergleich zu 1999, wo die ersten beiden Nr. 1-Hits des Jahres jeweils neun Wochen ganz oben standen und es einen dritten Nr.1-Hit erst Mitte Mai gab. Wenn ich mir das aktuelle Verfolgerfeld so anschaue, wer weiß... Es kommen zwar ein paar langersehnte neue Singles (Roxette, Janet Jackson), aber ob sie es bis auf Platz 1 schaffen werden?
In der beliebten Frageecke 'Was haben Gotthard, Dido und Peter Maffay gemeinsam?' kann ich nur sagen, daß mein Gefühl von letzter Woche mich nicht getäuscht hat. Es gibt ein neues Nr. 1-Album in allen drei Ländern und es ist in allen drei Ländern dasgleiche: "Elle'ments" von No Angels. Sechs aus sechs ist kein schlechter Start in eine Karriere. Interessant ist in den Albumcharts noch folgendes: Bei uns steigen No Angels (Platz 1), Les Enfoirés (Platz 2), Aerosmith (Platz 6) und Daft Punk (Platz 7) neu ein. In Österreich sieht das fast genauso aus, nur sind dort Platz 6 und 7 vertauscht (also Daft Punk vor Aerosmith) und auf Platz 2 ist ein anderes nationales Produkt eingestiegen: Max. (Keine Diskussion an dieser Stelle, ob Les Enfoirés wirklich national sind...) In Deutschland sieht's fast so aus wie in Österreich, also Daft Punk vor Aerosmith, lediglich einen Platz höher (Platz 5 und 6), aber kein nationales Produkt (und auch kein internationales) neu auf Platz 2.

Here In The Top 10:
Didos Siegeszug geht weiter. Bei uns steigt "Here With Me" in der sechsten Woche auf Platz 6 (16-6). In Deutschland landet sie dort, wo sie bei uns gestartet ist (20-16) und in Österreich gab es einen kräftigen Schub nach vorne (51-35). In Italien ist sie, hoffentlich nur vorübergehend, aus der Top 50 verdrängt worden, da diese Woche sage und schreibe zehn Singles mit Songs des diesjährigen San Remo Festivals in die Liste eingestiegen sind (neben den aktuellen Titeln von Aerosmith und R.Kelly). In Frankreich gibt es jetzt auch das erste Lebenszeichen von "Here", nämlich einen Neuzugang auf Platz 32 - allerdings nur in den Airplaycharts. Doch dies sollte sich in einigen Wochen auf die Verkaufszahlen auswirken, so daß alles nur eine Frage der Zeit ist. Dido landet jedoch nicht nur in der Schweiz auf Platz 6. In den USA springt "Thank You" nächste Woche in die Top 10 hinein und landet ebenfalls auf Position 6 (12-6).

Don't Let It Be The Last Single To Chart:
Der höchste Neuzugang der Woche ist - mal wieder - von Britney Spears. Mit ihrer achten Single landet sie ihren sechsten Topeinsteiger bei uns. Das Debüt "...Baby One More Time" stieg auf Platz 14 ein (28. Februar 1999), und verbrachte später neun Wochen an der Spitze. Die Nachfolgesingle "Sometimes" stieg zwar mit Platz 11 höher ein (20. Juni 1999), natürlich als Topeinsteiger, erreichte aber nur Platz 7. Danach kam "(You Drive Me) Crazy", die Single mit der niedrigsten Einstiegsposition bisher auf Platz 28 (26. September 1999) und so fiel es Another Level leicht, etwas höher einzusteigen, nämlich auf Platz 20. Die Ballade "Born To Make You Happy" betrat musikalisch neues Terrain, kehrte aber chartmäßig zurück in bekanntes Gebiet: Topeinstieg auf Platz 15 am 19. Dezember 1999 und später für vier Wochen ein Nr. 3-Hit. Machte also vier Top 10-Hits aus dem ersten Album. Das nächste wurde angekündigt durch den Titelsong "Oops!..I Did It Again". Die Single stieg auf Platz 1 ein und ließ den anderen somit wenig Chancen, Britney den Topeinstieg streitig zu machen (7. Mai 2000). Die nächste Single ist ihr bisher zweitniedrigster Einsteiger. "Lucky" kam auf Platz 19 herein, trotzdem der höchste Neuzugang der Woche (20. August 2000), und katapultierte sich dafür in der Folgewoche an die Spitze als vierthöchster Aufsteiger auf Platz 1 in der Schweizer Chartgeschichte. Beinahe tragisch ist, was am 26. November 2000 passierte, als "Stronger" zwar als zweites Top 10-Debüt auf Platz 8 einstieg, aber nicht an den Jungs von Gotthard vorbei kam (Platz 6). Doch diese Woche sieht alles wieder gut aus: Topeinsteiger in der Top 10. Somit ist "Don't Let Me Be The Last To Know" Britneys dritter Top 10-Einstieg (interessanterweise alle von ihrem zweiten Album), ihr achter Schweizer Top 10-Hit in Folge und außerdem in Deutschland (Platz 12), Österreich (Platz 9) und den Niederlanden (Platz 27) der Einsteiger der Woche.
Wer sich beim Anhören des Songs gut vorstellen kann, daß er ebenso auf dem neuesten Shania Twain-Album enthalten sein könnte, liegt ziemlich richtig: Shania und ihr Mann Robert John "Mutt" Lang haben "Don't Let" geschrieben. Zur Zeit ist Britney übrigens im Studio und nimmt ihr neuestes Album auf. Wenn das genauso erfolgreich wird wie die beiden ersten, können wir uns bald mal wieder über die Künstler mit den meisten Top 10-Hits in der Schweiz unterhalten...

Jumpin', Jumpin':
Komisch, schon ein Weilchen her, seitdem ich diesen Namen das letzte Mal geschrieben habe...
Der Aufsteiger der Woche ist "Butterfly" von Crazy Town. Die aktuelle Nr. 1 aus den USA steigt bei uns um 41 Positionen (84-43), in Deutschland 6-2 und in Österreich 55-28. In Italien konnte sie sich trotz der ganzen Einsteiger mühsam behaupten (39-42).
Der zweithöchste Aufstieg sind die 36 Positionen für die beiden dänischen Schlagzeuger. Das Safri Duo steigt 59-23 mit "Played-A-Live (The Bongo Song)". In Deutschland geht es in der zweiten Woche leicht runter (16-17), doch in den Niederlanden klettern sie weiter (9-7) und ihre beste Position haben sie immer noch zu Hause, auch wenn sie in Dänemark bereits auf dem Rückweg sind (2-3).
Immerhin noch 34 Positionen aufwärts heißt es für die erste europaweite Single von Atomic Kitten. In England haben sie bereits fünf Top 10-Hits, doch vielleicht gehört die Schweiz bald zu den Ländern, in denen die drei Mädels demnächst ihren ersten haben. "Whole Again" halbiert seine Position bei uns (68-34) und steigt in Deutschland (auf Platz 60) und in Österreich (auf Platz 66) neu ein.

Debut Makes The Chart Go Round:
1991, frisch mit der Schule fertig, bewarb sich der Schlagzeuger Adrian Benjamin Sieber (geboren am 6. Juli 1972 in Basel) auf eine Anzeige, die im Fenster eines Musikgeschäfts aushing. Sebastian Baschi (9. Oktober 19??) hatte die Anzeige aufgegeben, nachdem er von einer USA-Tour mit der britischen Sängerin Hazel O'Connor zurückgekommen war, und wollte eine Band namens 'The Bash' gründen, für die er noch einen Schlagzeuger brauchte. Nach Adrians Bandeinstieg entwickelte sich die Gruppe zu einer lokalen Größe. Während der Aufnahmen des Debütalbums (1993) entwickelte Adrian ungeahnte Talente als Songschreiber, hatte aber das Problem, daß seine Popsongs nicht zum Funk & Punk-Stil seiner aktuellen Band paßten. Deshalb behielt er die Songs für sich, nahm heimlich ein Demo auf und schickte es unter dem Namen Lovebugs an die Organisatoren eines lokalen Talentwettbewerbs. Zu seinem Entsetzen wurden Lovebugs zu dem Wettbewerb eingeladen. In der Eile, die Band zusammenzustellen, konnte er auf Sebastian zurückgreifen. Als Trio zogen sie sich zum Üben zurück und zur Überraschung aller gewannen sie den Wettbewerb. 1994 ging es dann an die Aufnahmen des ersten Lovebugs-Albums. Da es aber interne Streitigkeiten gegeben hatte, ersetzten Adrian und Sebastian den Schlagzeuger durch Simon Ramseier (13. November 1975). "Fluff" erschien auf einem kleinen Label, doch eine der darauf enthaltenen Singles, "Slumber", machte die großen aufmerksam und so kam die Band zu einer neuen Label-Heimat. 1995 trat sie auf vielen Festivals auf und eine ihrer Singles, "Take Me As I Am", wurde auch in Kinowerbespots für eben diese Festivals verwendet, was ohne Zweifel half, ihre Popularität zu vergrößern. Noch im gleichen Jahren nahmen Lovebugs ihr zweites Album "Tart" und eine EP namens "Starving" auf. Dann zogen sie wieder durch die Lande und diesmal auch erstmals ins Ausland wie z.B. Deutschland, Österreich und Italien. 1996 nahmen sie in London eine neue Single, "Fantastic", auf, die zum Radiohit avancierte und zudem dafür sorgte, daß das Album "Lovebugs", auf dem der Song enthalten war, die Charts erreichte. Zwar nur eine Woche auf Platz 44 am 6. Oktober 1996, aber immerhin ein Anfang. Doch "Fantastic" bewerkstelligte noch mehr. Ausländische Firmen wurden auf die Band aufmerksam und so wurde ein Videoclip für den Titel gedreht, gefolgt von einer Tour durch Deutschland und Österreich. Aber natürlich vernachlässigten sie dabei nicht die großen Open Air-Festivals in der Schweiz. Aufgrund der vielen Konzerttermine hatten einige Live-Musiker schon entnervt aufgegeben, aber Thomas (2. Februar 1977 in Basel), der Kopf der Baseler Band 'Supernova', übernahm gerne den Job. Mit der Single "Marilyn" endete das bis dato erfolgreichste Jahr für die Band. In remixter und teilweise neuaufgenommener Form mit dem jetzt festen Bandmitglied Thomas wurde das Album "Lovebugs" auch in den anderen deutschsprachigen Ländern veröffentlicht. Die erste gemeinsame Single des Quartetts war "Angel Heart", die ihnen auch endlich die erste Singlechartnotierung einbrachte. Letztlich waren es sieben Wochen und als höchste Position Platz 21. 1999 wechselten sie wegen Differenzen über den Sound des nächsten Albums die Plattenfirma. Sie mußten dafür lediglich noch das Album "Live via Satellite" veröffentlichen lassen. Erst im folgenden Jahr wurde das neue Album "Transatlantic Flight" fertig, aber es wurde ein Nr. 3-Erfolg und blieb volle vier Monate in den Albumcharts notiert. Lediglich die Singles waren nicht so erfolgreich, denn nur "Bitter Moon" erreichte die Charts (Platz 42) und "Wall Of Sound" kam nicht herein. Doch dies ändert sich diese Woche, denn "Music Makes My World Go Round" kommt auf Platz 35 als zweithöchster Neuzugang herein und könnte ganz schnell ihr zweiterfolgreichster Hit (zu schlagen ist Platz 32 von "Angel") oder gar erfolgreichster (bisher "Skin" mit Platz 17) werden.

Bad Punk:
Der dritthöchste Neuzugang ist der fünfte Schweizer Charthit für The Offspring. Nachdem "Self Esteem" aus dem Jahr 1995 hier überhaupt nicht die damalige Top 50 erreicht aber immerhin Platz 4 in Deutschland und Österreich belegt hatte, starteten die Punkrocker 1999 ihre Karriere bei uns ebenfalls mit einem Nr. 4-Hit, nämlich "Pretty Fly (For A White Guy)". In Deutschland und Österreich sah es trotzem wiederum besser für die Single aus; dort kam sie nämlich jeweils bis Platz 2. Mit "Why Don't You Get A Job?" (Platz 24) und "She's Got Issues" (Platz 60) gab es im gleichen Jahr noch zwei weitere Hits mit abnehmendem Erfolg. Neues Album, neues Chartglück und "Original Prankster" erreichte letzten Herbst Platz 20. Die zweite Auskopplung "Want You Bad", steigt diese Woche auf Platz 62 ein.

Paola & Chiara:
Zuletzt waren in verschiedenen Ländern verschiedene Singles der beiden Schwestern veröffentlicht worden, doch jetzt kommt alles wieder ins Lot. Paola (geboren am 30. März 1974) und Chiara (27. Februar 1973) hatten den Sommerhit in ihrer Heimat Italien letztes Jahr. "Vamos a bailar" entstammte ihrem dritten Album "Television" und verbrachte, hin und wieder durch Bon Jovi unterbrochen, vier Wochen an der Spitze der offiziellen italienischen Charts, dazu sechs weitere Wochen auf Platz 2 und war insgesamt 24 Wochen notiert. Ende September stieg dann in Italien der Nachfolger "Amore mi dai" ein. Der verbrachte zwar siebzehn Wochen in der Liste, kam aber trotzdem nicht über Platz 22 hinaus und fiel just zu dem Zeitpunkt Ende Januar endgültig heraus, als der Titel bei uns einstieg. Naja, Platz 69 als Höchstposition und nur zwei Notierungswochen waren auch bei uns kein Glanzlicht. In Deutschland war in der gleichen Woche als zweite Single "Viva el amor!" notiert. Aber Platz 74 als Einstiegs- und Höchstposition in vier Notierungswochen konnten auch dort keinen wirklich begeistern. Doch ebenfalls Ende Januar in Italien eingestiegen und jetzt immer noch plaziert (16-34 gefallen). war "Viva" dort wieder ein dicker Hit (Platz 8). Mal abwarten, ob sich der Schweizer Erfolg der Single am deutschen oder am italienischen orientiert... Immerhin ist der Einstieg auf Platz 70 schon mal fast so gut wie die letzte Höchstposition auf Platz 69.

Er gibt uns Musik:
Ihn einen seltenen Chartbesucher zu nennen, wäre noch eine Übertreibung. Edo Zanki macht seit 1969 Musik, doch dies ist sein erster Auftritt in jeglichen Schweizer Verkaufscharts. Selbst in Deutschland, wo er ein respektierter Musiker ist, kommt er in den 80er und 90er Jahren auf gerade mal drei Singlehits und noch weniger Chartalben. Am 19. Oktober 1952 wurde er in Zadar im ehemaligen Jugoslawien geboren und kam mit fünf Jahren nach Deutschland. Erste Erfahrungen sammelte er als Keyboarder in der Band seines Bruders. Nach den ersten Mißerfolgen versuchte er sich 1972-1976 unter dem Pseudonym Don Anderson, doch auch damit war er nicht erfolgreich und noch weniger zufrieden. Mit deutsch- sowie englischsprachigen Songs näherte er sich in den folgenden Jahren seinem Rock-/Soul-Sound sowie der Kritikerakzeptanz. Zudem betätigte er sich erfolgreich als Songschreiber für andere Künstler (z.B. Ry Cooder) und als Produzent (z.B. Ulla Meinecke, Ina Deter). In den 90er Jahren plazierte er dann auch die erwähnten drei Singles in den deutschen Top 100. 1999 traf er zum ersten Mal auf den damaligen Newcomer Xavier Naidoo. Die beiden verstanden sich auf Anhieb prima und mit Hilfe der Söhne Mannheims, von denen Xavier einer ist, nahm Edo sein neuestes Album "Die ganze Zeit" auf. Die Single daraus, "Gib mir Musik", die diese Woche bei uns auf Platz 82 einsteigt (D 68-51) ist ein Remake des alten Zanki-Titels "Viertel vor Neun..." aus dem Jahr 1979, das sogar schon von Tina Turner als "Fruit Of The Night" gesungen wurde.

Hello Shivaree, Goodbye Moon:
Shivaree ist ein amerikanisches Trio, das aus der Sängerin Ambrosia Parsley (aus West Virginia/USA) und den Musikern Duke McVinnie (Baß, Gitarre) und Danny McGough (Keyboard) besteht. Ihr Debütalbum mit dem unvergeßlichen Titel "I Oughtta Give You A Shot In The Head For Making Me Live In This Dump" ist bereits anderthalb Jahre alt. Kurios ist auch der Weg der Band durch die Charts. Mit dem Album konnten sie sich letztes Jahr in Frankreich plazieren (seit 25 Wochen notiert; Peakposition 37; zur Zeit Platz 146). Mit der Single "Goodnight Moon" stiegen sie im Dezember in Italien auf Platz 2 ein und verbrachten erstmal vier und nach einer kleinen Pause noch mal drei Wochen an der Spitze bei unseren südlichen Nachbarn. Aktuell stehen sie dort unverändert auf Platz 3 und jetzt haben sie auch in der Schweiz genügend Käufer gefunden, so daß es für einen Einstieg auf Platz 83 reicht.

Brother & Sister:
Auf Platz 88 steigen Ayman und Naima mit der Single "Nur die Wahrheit zählt" ein. In Deutschland ist dies die Titelmelodie zur dritten 'Big Brother'-Staffel und nach dem Nr. 1-Erfolg der 3. Generation und dem Nr. 2-Erfolg von Berger mit dem Fall 25-35 in der zweiten Woche ein deutlich kleinerer Erfolg. Für Ayman ist dies schon der vierte Schweizer Charthit seit seinem Debüt vor dreizehn Monaten mit "Mein Stern", das bis Platz 13 kam. "Nur eine Nacht" (Platz 69) und das Duett mit Keith Sweat, "Dieser Brief" (Platz 76), konnten den Erfolg nicht wiederholen, aber vielleicht hilft ja dieses Mal die weibliche Unterstützung. Die Hamburgerin Naima ist die Tochter einer Deutschen und eines Liberianers (paßt zu Ayman, der tunesischer Abstammung ist) und wurde erstmals bekannt als unerwähnte Sängerin von Oli. Ps Nr. 1-Hit "So bist du (und wenn du gehst...)". In Deutschland stand sie schon mal kurz in den Charts mit einer Coverversion des Herbert Grönemeyer-Titels "Halt mich", doch ab jetzt hat sie offiziell auch ihren ersten Schweizer Charthit. Ayman hingegen kann sich vor Ehrungen nicht mehr retten. Diesen Monat ist er zuerst mit zwei Echos als bester männlicher Künstler und als nationaler Newcomer sowie dann mit dem Textdichter-Preis 'Fred-Jay-Preis' ausgezeichnet worden.

Rödelheimer Hausreimer:
Ein Tophit aus Deutschland (5-6 diese Woche) steigt auch bei uns in die Charts ein. Zuletzt gab es eher Schlagzeilen in der Regenbogenpresse (Moses P. gegen Xavier Naidoo etc.), doch jetzt gibt es wieder Musik aus dem Frankfurter Stadtteil Rödelheim. Die Mannen um die 20jährige Cassandra Steen aus Stuttgart nennen sich Glashaus und ihre erste Single "Wenn das Liebe ist" steigt auf Platz 92 ein.

Ready To Bounce Again:
Die Geschichte von Brooklyn Bounce beginnt 1997, als die Hamburger Matthias Menck (geboren am 22. Oktober 1969) und Dennis Bohn (7. August 1971) "The Theme (Of Progressive Attack)" produzierten. Mit Hilfe von Stephan Damon (30. März 1968) und Ulrica Bohn (2. September 1972 in Schweden; seit fünf Jahren in Deutschland) und Maeva Ehoulan wurde es zum Discothekenrenner und erreichte Platz 9 sowohl in den deutschen wie in den Schweizer Singlecharts. Es folgten weitere wenig radiotaugliche Dancehits in Form von "Get Ready To Bounce" (1997, D 6, A 7, CH 21) und "Take A Ride" (1997, A 22, D 28, CH 39). Die Chartpositionen wurden niedriger und "The Real Bass" (1997, A 22, D 23) war in der Schweiz schon gar nicht mehr notiert. "The Music's Got Me" (1998, A 30, D 39, CH 49) kam zwar noch in unsere damalige Top 50, war aber gerade mal eine Woche notiert. In Österreich und Deutschland folgten noch zwei weitere Charthits ("Contact", 1998, A 38, D 44 und "Canda!", 1999, A 32, D 56), dann war auch dort erst mal Pause. Erst letzten Dezember kamen Brooklyn Bounce zurück. Diesmal ohne Maeva, die ein Kind bekommen hat, dafür mit Alexandra (30. November 1976) und dem Hit "Bass, Beats & Melody", in Deutschland ein Top 10-Hit, bei uns nur bis Platz 43 gekommen. Außerdem hat sich inzwischen Diabolo (23. Dezember 1973) von der Gruppe 666 angeschlossen. Zusammen steigen sie diese Woche bei uns auf Platz 94 mit "Born To Bounce" ein.

Small, Small Hit:
"Kiss By Kiss" hat zwar nur um Haaresbreite die Charts erreicht, aber trotzdem reicht das, um der Sängerin ihren dritten Schweizer Charthit zu ermöglichen. Weihnachten 1998 stieg die erste Single einer bis dato unbekannten Schwedin in die internationalen Hitlisten ein, die bei uns am 10. Januar 1999 "Believe", das Comeback von Cher, bei uns von der Spitze verdrängte und sich dann selbst neun Wochen auf Platz 1 breitmachte, bevor sie dann von der Debütsingle einer gerade 18jährigen Amerikanerin verdrängt wurde (die hieß mit Vornamen übrigens Britney...). Emilia Rydberg, die nur unter ihrem Vornamen auftritt, wurde am 5. Januar 1978 in Schweden geboren und ist die Tochter eines äthiopischen Jazzmusikers. Ab ihrem zehnten Lebensjahr genoß sie acht Jahre lang eine klassische Musikausbildung. Während dieser Zeit gründete sie mit einigen Freunden die R&B/Funk Band 'Ahunda People', doch gerade als die Gruppe einen Plattenvertrag angeboten bekam, stieg Emilia aus der Band aus. Bereut hat sie es mit Sicherheit nicht, denn gleich ihre erste Single "Big, Big World" war ein Riesenhit. Im deutschsprachigen Raum erreichte er überall die Topposition: sechs Wochen in Österreich, sieben in Deutschland und neun in der Schweiz. Der Nachfolger, "Good Sign", blieb zwar hinter den Erwartungen zurück, war aber immer noch ein respektabler Top 40-Hit (CH 27, D 32, A 34). Nach knapp zwei Jahren meldet sie sich jetzt also endlich zurück.

For The Record:
Mein Dank geht an Mimmo aus Rom, der mich auf einen Fehler in der letzten Woche hingewiesen hat. Aerosmith hatten sehr wohl einen Top 10-Hit in England mit der 'Armageddon'-Single "I Don't Want To Miss A Thing". Und zwar kam der Song bis Platz 4. Wird Zeit, daß es endlich die neueste Ausgabe von British Hit Singles gibt, denn hin und wieder fangen in England auch mal Singles erst in der dritten Woche an zu steigen...


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