PARASITE


Kino

Originaltitel Gisaengchung
Genre Drama | Thriller
Regie Joon-ho Bong
Darsteller
Kang-ho SongKi-taek
Sun-kyun LeeMr. Park
Yeo-jeong JoYeon-kyo, Mr. Park's wife
Woo-sik ChoiKi-woo, Ki-taek's son
Hye-jin JangChung-sook, Ki-taek's wife
So-dam ParkKi-jung, Ki-taek's daughter
Kang EchaeSpecial Guest
Andreas FronkGerman Father
Jung Hyeon-junDa-song, Mr. Park's son
Pak Hyo-ShinSpecial Guest
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Land KOR
Jahr 2019
Laufzeit 132 min
Studio Filmcoopi
Kinostart CH (de)01.08.2019
Kino Deutschschweiz Wochen: 6 / Besucher: 36622
Kino Romandie Wochen: 3 / Besucher: 31163
Auszeichnungen
Cannes: Bester Film 2019

Die ganze Familie Ki-taek ist arbeitslos und umso mehr interessiert sie sich für den sorglosen Lebensstil der wohlhabenden Familie Park. Dank einer glücklichen Fügung und der Empfehlung eines Freundes gelingt es dem Sohn, eine Anstellung als privater Englischlehrer bei den Parks zu ergattern. Dies ist der Anfang einer unkontrollierbaren Verkettung von Ereignissen, aus deren Sogwirkung niemand wirklich heil herauskommen wird…

REVIEWS

Durchschnittliche Bewertung: 5.75 (Reviews: 4)

absolut verdienter gewinner der goldenen palme 2019!



„Parasite“ - was für ein Film-Highlight! Was ist, wenn sich Parasiten in das Leben anderer einschleichen und Besitz ergreifen? Nicht nur die soziale Ungleichheit in der südkoreanischen Grossstadt mit unzähligen genialen Einstellungen wird hier ad absurdum geführt, auch das Komödienherz wird mit hohem Unterhaltungswert bedient, bis einem das Lachen in der jeweils nächsten Szene wieder im Hals stecken bleibt! Da geht was! Dann ist „Parasite“ aber auch ein hervorragender Thriller mit Daumenschraubeffekten, in keiner Sekunde langweilig, und im Endeffekt dann auch noch eine veritable Tragödie! Wie es der Regisseur schafft, diesen Genre-Mix in der Balance zu halten und regelmässig die Erwartungen zu unterwandern, sucht seinesgleichen! Eine Wucht von Film, bis in die kleinsten Details top ausgearbeitet und bebildert! Ein verdienter Gewinner der goldenen Palme von Cannes 2019!

Diesen ersten südkoreanischen Gewinner der Goldenen Palme habe ich mir heute im Kino angesehen, da ich bereits den Trailer ziemlich interessant fand und gespannt darauf war, wie genau diese Mixtur aus Sozialdrama, Thriller und schwarzer Komödie nun in der Umsetzung funktioniert. Ziemlich gut und zumindest bei mir auch ohne allzu lange Gewöhnungsphase an die Stilistik des Films und die Kulissen in einem uns ja doch relativ fernen Land. Der Humor fühlte sich überhaupt nicht fern an und dürfte jedem gefallen, der mit Sarkasmus umgehen kann und dem das Lachen gerne mal im Halse stecken bleibt. Das soziale Spannungsverhältnis zwischen der "parasitären" armen Familie und ihren maiv-gutmütigen, unterschwellig aber doch immer latent herablassenden Bonzenfamilie war hier sehr interessant und gut durchdacht, da hier keine allzu platten Stereotypen agieren und man mit keiner der beiden Familien vollumfänglich sympathisieren oder sie ablehnen kann. Diese Ambivalenz der Figuren hat mir exzellent gefallen und werden schauspielerisch ausnahmslos gut getragen, ohne dass ich eine darstellerische Leistung jedoch als herausragend empfand.

Die Thriller-Komponenten kommen erst in der zweiten Filmhälfte so richtig zum Tragen, nachdem zuvor das Grundsetting zwar durchweg absurd, aber lange nicht so wirklich bedrohlich wirkt - das ändert sich ab der vielleicht besten Szene des Streifens, in der das alte Hausmädchen ramponiert und durchnässt um Einlass bei ihrer Nachfolgerin bettelt, jedoch so fundamental, dass es hintenraus teilweise arg verstörend und blutig wird. Das fand ich schwer zu ertragen und ich bin mir bis jetzt noch nicht sicher, ob ich den großen "Showdown" als etwas überzeichnet empfinden soll. Exzellent ist die Kameraarbeit mit einigen wahrlich faszinierenden Einstellungen, auch die musikalische Untermalung hat mir ziemlich gut gefallen.

Unterm Strich ist "Parasite" ein wahrlich exzellenter Film, dem man keinem Genre so richtig zuordnen mag, da er so abwechslungsreich und vielschichtig daherkommt, dass man ihm mit jeder Einordnung ein wenig Unrecht tun würde. Er ist witzig, bitterböse, schockierend und gesellschaftlich relevant. Mit Sicherheit ein herausragender Asien-Export, der es nicht verdient hat, im aktuellen "Joker"-Hype unterzugehen.

Knappe Höchstwertung auch von mir.

„Was ist der beste Plan?“ Keinen zu haben, denn das Leben hält sich an keinen Plan. Ohne Plan kann auch nichts schiefgehen. Diesen Satz aus dem Film könnte man als Leitmotiv für die mehr als zwei Stunden dauernde Handlung nehmen. Nach einem anfänglich zögerlichen Einstieg steigerte sich der Film immer mehr, bis zum bitteren, nicht ganz überzeugenden Ende. 5++

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