ONCE UPON A TIME... IN HOLLYWOOD


Kino

Originaltitel Once Upon A Time... In Hollywood
Genre Comedy | Drama
Regie Quentin Tarantino
Darsteller
Maya HawkeFlower Child
Austin ButlerTex
Margot RobbieSharon Tate
Sydney SweeneySnake
Brad PittCliff Booth
Leonardo DiCaprioRick Dalton
Margaret QualleyPussycat
Dakota FanningSqueaky Fromme
Timothy OlyphantJames Stacy
Al PacinoMarvin Schwarzs
alle anzeigen
Land GB/USA
Jahr 2019
Laufzeit 161 min
Studio Sony Pictures Releasing Switzerland GmbH
Kinostart CH (de)15.08.2019
Kino Deutschschweiz Wochen: 4 / Besucher: 90067
Kino Romandie Wochen: 4 / Besucher: 51729

ONCE UPON A TIME… IN HOLLYWOOD spielt in Los Angeles im Jahr 1969, auf dem Höhepunkt der Hippie-Bewegung in Hollywood. Die zwei Hauptcharaktere sind Rick Dalton (Leonardo DiCaprio), ein ehemaliger Star einer Western-Fernsehserie, und sein langjähriges Stunt-Double Cliff Booth (Brad Pitt). Beide haben Mühe, sich in dem neuen, veränderten Hollywood zu beweisen. Aber Rick hat eine sehr berühmte Nachbarin ... Sharon Tate.

REVIEWS

Durchschnittliche Bewertung: 4 (Reviews: 3)

Wie immer reißen sich die Hollywoodstars darum, um bei Tarantino (wiederholt) dabei zu sein.
Sieht man von Sin City ab, der bisher schwächste Tarantino. Die Story um den um 1969 alternden Schauspieler (von Di Caprio gespielt) zieht sich zu lange und mag kaum zu begeistern. Es wird wie immer Kette geraucht und es gibt gute Musik zu hören.
Hervorragend gecastet wurde Margot Robbie, die Sharon Tate ziemlich perfekt wiedergibt.
Apropos: Wie immer, ändert Tarantino die Geschichte wie er es mag (ob Nazis oder Psychopathen, die dann besonders brutale Filmtode sterben). Hier ist es Charles Manson (der hier nicht so genannt wird) und seine weiblichen Sektenanhängerinnen. Was allerdings zu blöd dargestellt wurde: Da fahren die mordlüsternden Hippies los um zu töten, mit einer auffallend lauten und rauchenden Klapperkiste und stehen mit diesem Lärm dann noch ewig vor dem Haus.
Zum Schluss kommt also noch mal "typisches" (mit Blut wurde hier mal wirklich gespart), ansonsten so ziemlich der schwächste bisher. Daher auch hart abgerundete 3 von 6*.

Dieser 9. Streifen von Tarantino scheint extrem zu polarisieren, so zumindest mein Eindruck aus diversen Filmkritiken, aber auch nach Meinungen aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis. Ich glaube, man muss schon ein bisschen Fan der 60er-Filme und der damaligen Hollywood-Größen sein, um die Atmosphäre dieses in der Tat etwas gar langatmigen Films nachvollziehen zu können. Außerdem sind wohl ein paar Vorkenntnisse rund um die Manson-Family von Nöten. Mir, insofern mit guten Voraussetzungen ausgestattet, dauerte aber gerade auch die Entfaltung der Story rund um Rick Dalton ein wenig zu lange. Diese konnte mich außerdem nicht wirklich packen. Ich habe wohl verstanden, dass Tarantino besonders den Zeitgeist und das Schaffen der Filmbranche zeigen und rühmen wollte, aber ein bisschen mehr rund um Manson hätte dem Spannungsbogen sicher gut getan. So kommt das Ende schon ein bisschen plump, wenngleich durchaus zufrieden stellend. Trotz aller Schwächen ein noch guter Film, der besonders durch seine Musik und die tolle 60er-Atmosphäre besticht.

Tarantino unterläuft wieder mal alle Erwartungen und erzählt voller Ironie in „Once upon a time in Hollywood“ gar keine wirkliche Story, sondern schwelgt einfach genüsslich im 60ies Style, in tollen Farben und Kamerafahrten, in extrem genialem Soundtrack, in purer Lässigkeit (an Coolness nicht zu überbieten: Brad Pitt), in Anekdoten und eingebauten Schmankerln! Das ist oftmals etwas schleppend, mit bedächtigem Erzählfluss, aber das war „Jackie Brown“ auch und punktete demgegenüber mit Atmosphäre und Spielfreude der Stars. So auch hier: Trotz vielen Szenen, die gar nichts zur Dramaturgie beitragen, ist es einfach pure Kino-Passion, was Tarantino hier abliefert! Sehr cool auch die Gastauftritte von z.B. Damian Lewis als Steve McQueen und dann die eingeschnittene Szene, wie wohl „Gesprengte Ketten“ mit Rick Dalton als Hilts ausgesehen hätte. Tarantino huldigt wieder ausgiebig langen Autofahrten, Joints und Füssen. Und der Schluss, welcher der Ermorderung von Sharon Tate durch die Hippie-Kommune um Manson einen ganz anderen Dreh gibt (wie schon auch mit dem alternativen Ende der Nazis bei „Inglourious Basterds“) ist genüsslich. Tarantino rechnet ab, auch hier! Keine Ahnung, was Polanski dazu sagt. Aber „Once upon a time in Hollywood“ macht Spass und ist eine geglückte Ode an den Hollywood-Groove der 60ies! Etwas Abzug gibt‘s für die Langatmigkeit der 2 Std. 40 Minuten und die fehlenden Ecken und Kanten an gewissen Stellen, welche die Dramaturgie hätten aufwerten können. Aber für 5 Sterne reicht es immer noch, v.a. auch wegen den starken Schauspielern. Highlight übrigens ist ganz klar die Bruce Lee-Szene! Selten so gelacht!
Zuletzt editiert: 01.09.2019 17:59:00

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