THE CIRCLE


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Originaltitel The Circle
Genre Drama | Sci-Fi | Thriller
Regie James Ponsoldt
Darsteller
Emma WatsonMae
Ellar ColtraneMercer
Glenne HeadlyBonnie
Bill PaxtonVinnie
Karen GillanAnnie
Tom HanksBailey
BeckBeck
Nate CorddryDan
Mamoudou AthieJared
Roger Joseph Manning Jr.Beck Bandmate
alle anzeigen
Land USA
Jahr 2017
Laufzeit 110 min
Studio Impuls Pictures AG
Kinostart CH (de)14.09.2017
Kino Deutschschweiz Wochen: 6 / Besucher: 17859
Kino Romandie Wochen: 3 / Besucher: 11038
DVD-Hitparade Deutschschweiz Wochen: 8 / Peak: 3

Die 24-jährige Mae Holland (Emma Watson) ist überglücklich. Sie hat einen Job in der angesagtesten Firma der Welt ergattert: beim „Circle“, einem Internetkonzern, der alle Kunden mit einer einzigen Internetidentität ausstattet, über die alles abgewickelt werden kann. Mit dem Wegfall der Anonymität im Netz – so das Ziel der „drei Weisen“, die den Konzern leiten – wird es keinen Schmutz mehr geben im Internet und auch keine Kriminalität. Mae stürzt sich voller Begeisterung in diese schöne neue Welt mit ihren lichtdurchfluteten Büros und High-Class-Restaurants, Gratis-Konzerten und coolen Partys. Sie wird zur Vorzeigemitarbeiterin und treibt den Wahn, alles müsse transparent sein, auf die Spitze. Doch eine Begegnung mit dem mysteriösen Kollegen Bailey (Tom Hanks) ändert alles…

REVIEWS

Durchschnittliche Bewertung: 3.75 (Reviews: 4)

Eine leider etwas überspitzte Dystopie unserer digitalen Lebenswelt voller Goolge, iPhone und digitaler One-Stop-Shops, die uns mehr und mehr kontrollieren und in der Handhabung entgleiten. Das ganze ist trotz hochkarätiger Besetzung aber ein wenig gar überdreht geworden, der erhobene Zeigefinger wohl mehr an ein Teenager denn erwachsenes Publikum gerichtet. Der gute Kritikansatz versandet dann auch in einem etwas zu abrupten und halb durchdachten Ende. Schade. Trotzdem ganz gute Unterhaltung für einen Abend und sicherlich genug Vorlage, ein paar Denkansätze zum eigenen Social Media Gebrauch zu bieten.
Zuletzt editiert: 28.09.2017 22:49:00

Eine schöne Dystopie, welche „The Circle“ hier unter dem Deckmantel globaler Datentransparenz konstruiert. Leider hinterfragt von Beginn weg kaum jemand das System. Wo sind die Skeptiker, ausser John „Star Wars“ Boyega (dessen Rolle später wieder in der Versenkung verschwindet)? Wo findet die Kontroverse statt? Niemand reklamiert seine Privatsphäre oder den Datenschutz, was dem Film ein schönes Stück Glaubwürdigkeit nimmt. Die Schauspieler sind unterfordert und spielen verhalten. Die Circle-Jünger scheinen wie sektiererische Fantasten, welche alle der maximalen Online-Vernetzung als neue Religion huldigen. Nur wirkt das reichlich infantil und naiv. In normalen Verhältnissen würde sich längstens nicht nur eine Senatorin als Randnotiz gegen das System auflehnen. Aber genau hier mangelt es dem Film: Er hat keine Ecken und Kanten. Und am Schluss schlägt sich das System mit den eigenen Waffen – ein sehr platter Schluss. Immerhin regt der Film zum Nachdenken an, denn: Technologisch sind wir praktisch soweit! Dass beispielsweise Freiheitsentzug zugunsten maximaler Sicherheit den „Big Data“-Diskurs beherrscht, ist tatsächlich beänstigend. Da stecken wir voll mittendrin. Und dass alle Handy-User wie Zombies rumlaufen und jede Bewegung filmen und posten müssen, ist leider auch Fakt! Hoffen wir, dass uns die Moral und die Gesetze noch zu Vernunft erziehen. Vernunft hat nämlich Emma Watson im Film praktisch keine und nimmt einfach alles hin. Deshalb ist der Film leider manchmal unfreiwillig lächerlich. Und der Zukunftsblick, wohin uns nun v.a. moralisch der Datenaustausch führt, bleibt auch ohne Tiefgang. „The Circle“ ist somit ein eher belangloser, oberflächlicher Film, der den Online- und Kontroll-Hype bedient, aber weichgespült & brav ist und keine Akzente setzt. Immerhin sehen wir noch Bill Paxton in seiner letzten Rolle vor seinem Tod im Feb. 2017. Möge er in Frieden ruhen!

Ach, so schlecht ist der Film ganz sicher nicht. Zwar kommen im Vergleich zur Buchvorlage, einige Wendepunkte in der steilen Karriere der Mae Holland im Circle-Konzern etwas kurz weg, weswegen vielleicht auch das Verständnis fehlt z.B. für ihre Entscheidung, sich zur "durchleuchteten Person" zu machen, die keine Geheimnisse mehr will, weil sie fühlt, dass diese sie daran hindern, ein besserer Mensch zu werden. Warum macht sie das? Im Buch wird deutlicher, dass sie Angst davor hat, aus dem erlauchten Kreis des "Circle" zu fliegen. Dazu kommt ihr schlechtes Gewissen und ein Erschrecken vor ihrer eigenen Tat.
Ja, hier ist eben auch die Krux in ihrem Verständnis von Wahrheit und Wahrhaftigkeit. Um Wahrheit zu erlangen - immer vorausgesetzt, dass es sie überhaupt gibt - reicht es, "er"-leuchtet zu sein. Wahrhaftigkeit ist nicht abhängig von "Durch"-leuchtung und Kontrolle, letztere schaden ihr eher.
Der Film hält ein Ende parat, das von dem Romanende abweicht, das aber ebenfalls kein Happy End ist, jedenfalls nicht in dem Sinne, wie man Happy End versteht.
Schauspielerisch ist Tom Hanks natürlich in seiner gemütlichen Lässigkeit wunderbar anzuschauen, aber auch Hermine Granger, alias Emma Watson, alias Mae Holland macht ihre Sache prima. Insgesamt durchaus kein schlechter Film. Aber sicher auch kein Klassiker.
Knappe 5 Sterne.

Hat mir nicht so gefallen

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