FRANZ HOHLER - DAS PÄCKCHEN




Autor Franz Hohler
Titel Das Päckchen
Genre Roman
Erstausgabe 2017
Belletristik-Charts
Einstieg 10.09.2017
Anzahl Wochen 27
Höchstposition 3
Als er gerade dienstlich in Bern ist, erreicht den Zürcher Bibliothekar Ernst ein offensichtlich irregeleiteter Anruf. Am anderen Ende der Leitung ist eine ihm unbekannte Frau, die ihn anfleht, umgehend zu ihr zu kommen. Aus einer Augenblickslaune heraus begibt sich Ernst zu der nahe gelegenen Adresse. Dort erwartet ihn eine alte Frau und drückt ihm ein Päckchen in die Hand mit der Bitte, es zu verwahren, damit es nicht in falsche Hände gerate. Zu seiner eigenen Verblüffung kommt Ernst der Bitte nach. Als er das Päckchen bei sich zu Hause öffnet, entdeckt er eine alte Handschrift, die er als ein Exemplar des „Abrogans“ erkennt, eines lateinisch-althochdeutschen Wörterbuchs, das als ältestes deutschsprachiges Buch überhaupt gilt. Sollte es sogar das bisher verschollene Original sein? Was, fragt sich Ernst, hat es mit diesem Fund auf sich? Und was soll er jetzt am besten tun?

BÜCHER VON FRANZ HOHLER


REVIEWS

Durchschnittliche Bewertung: 5 (Reviews: 1)

*****
Ich mag Franz Hohlers unaufdringlich eindringliche Erzählweise. Ein Realist in bester Tradition eines Gottfried Keller.
Eins seiner Erzählmotive scheint zu sein, wie gerade, aufrechte Menschen zufällig und ahnungslos durch eine merkwürdige Schicksalsfügung in eine mysteriöse Affaire hineinstolpern und Unrecht der Vergangenheit heilend begradigen (z.B. auch in "Gleis 4). Solche Geschichten, die dazu Mut machen, braucht es heute ganz besonders.

"Gleis 4" gefiel mir noch besser, aber auch "Das Päckchen" ist sehr liebevoll geschrieben, vermeidet extreme Bösartigkeiten und Gewaltentgleisungen nur um den Leser bei der Stange zu halten. Ein ganz leiser, zarter Humor, kommt vor, ist aber recht unerwartet bei dem einstmals scharfzüngigen Kabarettisten.
Ich könnte mir seine Bücher gut als Verfilmungen im ZDF vorstellen. Rosamunde Pilcher? Was unterscheidet ihn von Abendserien dieser Facon? Na, Hohler ist eben Realist, wenn auch ein magischer, aber kein Romantiker der neuen Schule. Außerdem ist es die liebevolle Charakterzeichnung von wahrhaftigen Menschen, die trotz aller Widrigkeiten ihren Weg zur Wahrheit gehen und sich nicht ablenken lassen von allen möglichen Störungen, die den Leser für seine Figuren einnimmt.
Ein durchweg sympathisches Buch, dem ich möglichst viele Leser wünsche.
Zuletzt editiert: 06.04.2018 08:36:00

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